Gruß aus der Unterwelt

Unscheinbar, aber mitten unter uns tobt ein Kampf zwischen zwei Fronten.

Zwei Gruppen aus dem Untergrund kämpfen um die Vorherrschaft in Münster.
Die Rede ist von den Erleuchteten, den sogenannten „Enlightened“ und dem Widerstand, „Resistance“ genannt.

Ingress Europa

Den weltweiten Kampf zwischen beiden Fronten initiierte kein Geringerer als Google, die mit ihrer internen NianticLab Gruppe das Augmented Reality Spiel  „Ingress“ entwickelten und im November vergangenen Jahres vom Stapel liessen.

Ingress, dass von sich selber sagt es wäre kein Spiel, stellt den Benutzer vor die Wahl sich auf eine der oben genannten Seiten zu stellen und mit Hilfe seines Smartphones für deren Eroberungsfeldzug zu kämpfen.

Gut oder Böse, Blau oder Grün

Die Hintergrundgeschichte des weltweiten Augmented Reality Massive Multiplayer Online Spiels ist futuristisch und geheimnisvoll gehalten.
Die Erde steht in Kontakt mit Ausserirdischen, den sogenannten Shapers, die die Menschheit zu unbekanntem verhelfen wollen.
Während die Gruppe der Enlightened den Shapers ermöglichen will die Erde zu infiltrieren, ist die Gruppe der Resistance skeptisch und versucht die Menschheit vor eben dieser Infiltration beschützen.

Resistance Community                                           Enlightened Community

Da die Shapers in Ingress derzeit noch nicht wirklich in Erscheinung getreten sind, weiß man nicht wirklich ob sie eine Bedrohung oder eine Bereicherung darstellen. Somit ist nicht klar welche Gruppe, Enlightened oder Resistance, im Spiel farblich in grün und blau unterteilt, nun gut oder böse sind.

Portale hacken, Rätsel lösen

Aufgabe im Spiel ist es, sogenannte Portale zu finden, auf seine Seite zu bringen und dann viele dieser Portale miteinander zu verbinden um Felder zu erstellen unter denen die Menschen dann geschützt sind.

Portal in Münster am Prinzipalmarkt

Portal in Münster am Prinzipalmarkt

Mit Hilfe einer App auf seinem Smartphone sucht der Spieler via einer vereinfachten Google Map diese Portale auf – egal ob die der eigenen Seite, oder der gegnerischen – und hackt sie.
Dabei kommen virtuelle Gegenstände zu Tage, die der Spieler sammelt und die Punkte bringen um zu höheren Leveln aufzusteigen.

Seien es Resonatoren um die Portale zu bestücken, Schilde um sie zu schützen, Waffen um gegnerische Portale zu zerstören, oder Portalschlüssel um verschiedene Portale miteinander zu verbinden.
Die meisten Aktionen im Spiel verschlingen Energie, die man in der Umgebung als Exotische Materie sammeln und somit seine Energie aufladen kann.

Capture The Flag oder modernes Geocaching?

Der Clou und Unterschied zu herkömmlichen Computerspielen: alles findet an der frischen Luft statt.
Die Portale, die von Google freigeschaltet werden und die man dort selber vorschlagen kann,
müssen spezielle Orte, Kunstwerke, Wandmalereien, Statuen, einzigartige Architektur oder historische Gebäude sein.
Ist ein neues Portal freigeschaltet, beginnt auch schon die Jagd beider Spielparteien darauf .
Anbringen von Schutzschilden bewahrt sie vor einer all zu schnellen Übernahme durch den Gegner.
Bekommt man den dazugehörigen Portalschlüssel, so kann man es mit anderen Portalen in der Umgebung verbinden, bis sich Felder bilden.


Je größer das Feld um so besser, aber gleichzeitig um so schwieriger denn die Entfernung zweier verbindender Portale ist durch die eigene Punktzahl begrenzt. Je höher der eigene Level, desto mehr kann man im Spiel ausrichten.

Ausser dass man sich draussen bewegt und vordefinierte Orte ansteuert, erinnert eigentlich wenig an das klassische Geocaching.
Rätsel müssen nicht erraten und verschlüsselte Botschaften nicht dechiffriert werden.
Bei Ingress reicht es, sich vorher die Aufklärungskarte im Web anzusehen. Dort sind weltweit alle Portale, Links und Felder, sowie deren Zustand und Zuordnung zu sehen.

Portal in Münster am Erbdrostenhof

Portal in Münster am Erbdrostenhof

Lediglich auf der Webseite des Niantic Projects werden nach und nach Schnipsel zur Hintergrundstory veröffentlicht, über die man auch an Codes für Gegenstände oder Aktionspunkte kommen kann. Eine regelmässige Lektüre ist aber genausowenig Pflicht, wie die regelmässige Patrouille der heimischen Portale.

Gemeinsam mehr erreichen

Fakt ist jedoch dass man im Team auch bei Ingress mehr erreichen kann.
Es gibt bereits auch in Münster Gruppen die sich zusammengefunden haben, im Netz über die neusten Fortschritte auf dem Laufenden halten, sowie in der Gruppe versuchen vor Ort fremde Portale zu übernehmen.
So lernt man neue Leute kennen, was ein weiterer positiver Nebeneffekt von Ingress ist.


Beide Seiten sind in Münster sehr aktiv, die blaue Seit der Macht hat derzeit Überhand in unserer Stadt, doch wer weiß wielange.
Oft sind Portale, besonders am Aasee und rund um den Prinzipalmarkt , schnell wieder in der Hand des Gegners.
Auch drohen Besuche aus umliegenden Städten, wie Ahlen und andere, die zum jetzigen Zeitpunkt recht grün sind.

Datensammelei?

Weder die Teilnahme am Spiel, noch die App kosten derzeit mehr als Zeit und Energie. Alles ist kostenlos.
Wozu also bringt Google so etwas ins Netz?
Ingress befindet sich noch in der geschlossenen Betaphase. An Codes zu kommen um am Spiel teilzunehmen ist schwierig und schränkt den Nutzerkreis derzeit stark ein. Ausserdem gibt es die App momentan nur für Android.
Trotzdem kam nach dem Start schnell Kritik im Netz auf, Google würde auf diese Art versuchen an Bilder von Sehenswürdigkeiten mit Geodaten zu kommen, WLAN-Daten oder Daten für die Verkehrsdarstellung sammeln.
Eine offizielle Antwort von Google dazu steht aus, aber seien wir mal ehrlich: auch ein Riesenunternehmen wie Google macht kaum etwas ohne Eigennutzen.
Das ist bei der Suchseite so, bei Google Maps & Earth und anderen Diensten. Von den 38 Milliarden Dollar, die Google im Jahr 2011 eingenommen hat, waren97 % Werbeeinnahmen.

Ingress is not a game

Der Video-Teaser zu Ingress sagt schon „Ingress is not a game“.
Dass Google aber nutzerbezogene Daten sammelt, halte ich für unwahrscheinlich.
Es liesse sich zwar ein GPS Profil des Nutzers erstellen, aber das entspräche nicht einem Alltagsprofil, da bei Ingress die Portale festgelegt sind und nicht den alltäglichen Anlaufstellen entsprechen.
Auch könnte man sich speziell für die Nutzung von Ingress einen separaten Google Account anlegen, sodass der private Account unberücksichtigt bliebe.
Ebenso könnte man vermuten, dass Google sein eigenes Betriebssystem Android oder den Kartendienst pushen will, da Ingress derzeit ausschliesslich auf Smartphones mit diesem Betriebssystem läuft.

In der Vergangenheit hat gerade Google viele Erfahrungen mit Datenschützern machen müssen.
Insbesondere in Deutschland bleiben Googles kein Street View in Münster, die zu einem Stopp des Projekts in Deutschland führten.
Genau dieses Beispiel macht deutlich, dass überzogene Panik mehr kaputt machen kann, als dass das eigentliche Projekt  zu einem allgemeinen Nutzen verhelfen würde.
Wohl fast jeder benutzt die Google Suchmaschine, Google Mail, Google Docs oder Google Maps ohne sich dabei über Datensammelei zu beschweren, doch werden auch hier Nutzerverhalten und Suchbegriffe ausgewertet.
Bei Ingress ist vorsichtige Kritik zwar angebracht, aber derzeit besteht meiner Meinung nach kein Grund sich über ein Ausspionieren der Nutzer Sorgen zu machen.

Fazit

Das Spielprinzip ist großartig. Die Spielelemente wiederholen sich, werden aber nicht langweilig, da die Orte wechseln.
Auch wenn Ingress derzeit geschlossene Beta ist, steigt die Spielerzahl stetig und der Spielstand der Umgebung wechselt schnell.

Auch ist das Spielfeld Globus fast unbegrenzt groß und lädt dazu ein sich in Nachbarstädten oder Urlaubsländern zu betätigen. Eine stetig wachsende Zahl an Portalen erhält den Spielspaß. Mindestens anderthalb Jahre will Google das Projekt noch mit neuen Daten versorgen.
Mitspieler berichten über den positiven Effekt Dinge in Münster entdeckt zu haben, die sie bislang noch nie wahrgenommen haben.  Und das obwohl sie seit Jahrzehnten in Münster wohnen.
Darin steckt auch schon ein weiterer positiver Effekt, nämlich sich draussen zu bewegen und nicht in den eigenen vier Wänden zu versauern. Dabei trifft man gelegentlich Mitspieler und lernt somit neue Leute kennen.
Von mir gibt es für Ingress eine klare Empfehlung.
Leider kann ich euch derzeit keinen der raren Einladungscodes zugänglich machen.
Hier hilft es sich im Netz umzusehen, oder die sozialen Netzwerke nach Einladungen zu durchforsten.
Wann Ingress aus der Betaphase entlassen wird ist derzeit noch nicht bekannt,
aber hier schon einmal der Teaser für alle die ihn noch nicht kennen:

Zum mitmachen benötigt man neben einem Google Account auch ein modernes Smartphone mit Android ab Version 2.3, einer minimalen Auflösung von 480×800 Pixeln, einem ARMv6+ Prozessor und OpenGL ES 2.0 kompatibler GPU, 3G und oder WLAN Verbindung und GPS.
Ausserdem benötigt man einen Einladungscode, ohne den man sich nicht bei Ingress anmelden kann.

Weiterführende Links:

Ingress Webseite
Ingress Wiki
Niantic Project
Ingress auf Google Play herunterladen
Ingress auf Wikipedia

Erlebnisgastronomie 2.0

Jeden ersten Freitag im Monat findet in Münster ein sogenanntes Twittertreffen in der Pool Hall, dem grössten Billard-Center im Münsterland, statt.

 

Ein freiwilliges Zusammenfinden von Benutzern des Kurznachrichten-Netzwerks Twitter, um sich mal persönlich kennenzulernen, auszutauschen und zu klönen. Wer nicht anwesend ist, kann dennoch über eine Twitterwall mitkommunizieren, die die Pool Hall freundlicherweise zur Verfügung stellt.

Auch unser Blog ist auf Twitter wegen der Echtzeitkommunikation sehr aktiv und so haben wir die
Gelegenheit genutzt uns Münsters Twittertreffen einmal näher anzusehen.

Twittertreffen Münster

Die anwesende Gruppe von mehr als 20 technikaffinen Twitterern und Twitterinnen hatte an diesem Termin die  Gelegenheit die Prämiere des neusten Services der Pool Hall auszuprobieren:  Bestellen auf Knopfdruck, quasi Erlebnisgastronomie 2.0

Die Pool Hall Betreiber stellten sich die Frage „Wie hält man seine Kunden in der Erlebnisgastronomie auf dem neusten Stand, informiert sie über Termine und Events und bietet Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit seine Bestellung zu tätigen?“

Die Lösung wurde gefunden und präsentiert sich ganz neu in Münster und derzeit noch exklusiv in der Pool Hall, mit einer Smartphone App für die Android und iOS Betriebssysteme von Google und Apple.

Pool Hall Smartphone App

Diese App installiert, ist man in der Lage sich über das Aktuellste in der Pool Hall zu informieren, kann Termine wie zum Beispiel die Poker und Dart Turniere aufrufen und der Clou ist die digitale Bestellung – am Tisch, vom Smartphone aus.

Die App hat eine umfangreiche Speisekarte parat, aus der man seine Speisen zusammenstellt und zusammen mit der Ordernummer, die man als Gast in der Poolhall bekommt, abschickt. Selbst ausgefallene Wünsche, wie Wasser für den Hund sind möglich 🙂

Speisekarte in der Pool Hall App 

Das ganze haben wir gleich Eingangs einmal ausprobiert und es klappte reibungslos.
Bestellung zusammengeklickt, abgesendet und nach 5 Minuten erschien eine Meldung auf dem Smartphone, dass die Bestellung bearbeitet und auf dem Weg zum Tisch ist. Bingo, da kam sie auch schon. Prost!

  >  

Bei Speisen dauert die Zubereitung naturgemäss etwas länger, die Abwicklung funktioniert aber genauso.
Gleichzeitig bestellte Getränke werden natürlich vorab gebracht.

Muss das sein?

Nein. Nichts muss, alles kann. Wer nicht will, oder kein Smartphone sein Eigen nennt, der kann nach wie vor auf die Bedienung setzen und persönlich bestellen.
Warum dann, wenn die Bedienung eh an den Tisch kommt?
Das ordern per App bietet den Vorteil nicht extra bei jeder Bestellung auf das Personal warten zu müssen. Auch beugt es Missverständnissen vor und entlastet das Personal an Tagen mit viel Betrieb, da die Wege zur Bestellaufnahme entfallen.  Für den einen oder anderen ist es sicher auch interesssant seine Bestellhistorie am kommenden Tag noch einmal nachzulesen und man hat seine Kosten im Überblick. Zudem bringt es den bereits oben genannten Informationsmehrwert über Veranstaltungen und Termine.

Da die Pool Hall App von Tobit.Software in Ahaus programmiert wurde, wäre es noch ein wünschenswertes Feature für die Zukunft, wenn man dort das hinzufügen von Musikwünschen in der vor Ort installierten djukebox® ermöglichen würde.
Diese ist nämlich ebenfalls in der Pool Hall verfügbar und das digitale Pendent zu alten Schallplatten-Jukebox vom letzen Jahrhundert. Quasi Wurlitzer 2.0.

djukebox® in der Pool Hall

Der Abend beim Twittertreffen in der Pool Hall hat uns gut gefallen und es hat Spaß gemacht die Leute kennenzulernen und die Erlebnisgastronomie 2.0 auszuprobieren. Die Atmosphäre war nett und das Essen lecker.
Auf ein nächstes Mal!

Weiterführende Links:

Pool Hall Münster
Twittertreffen Münster
– Pool Hall App für iOS
Pool Hall App für Android
Billlard, Snooker, Poker, Darts und mehr in der Pool Hall

ÖPNV 2.0

Am 9. Januar 2012 bekommen die neuen Busfahrpläne im Stadtgebiet Münster Gültigkeit.

Pünktlich zu Beginn warten die Stadtwerke Münster mit zwei zusätzlichen, kostenlosen Serviceleistungen auf.

– Fast alle Haltestellen im Stadtgebiet sind bei der Fahrplanumstellung mit QR-Codes ausgerüstet worden, mit Hilfe derer man, unter Zuhilfenahme eines aktuellen Smartphones mit entsprechender Software, die aktuellen Echtzeit-Ab- und Anfahrtszeiten im Internet abrufen kann. So ein Code sieht dann ungefähr so aus:

Somit ist ein Haltestellenmonitor immer mobil abrufbar, schon bereits bevor man überhaupt an der entsprechenden Haltestelle ist, denn eine Haltestellensuche ist in der Webapp integriert.

– Zum anderen stellen die Stadtwerke für die beiden meist verbreitetsten Handybetriebsysteme, iOS und Android, kostenlose Apps zur Verfügung, mit denen man eine Verbindungsabfrage stets mobil dabei hat.

Doch es gibt auch Apps anderer Anbieter, mit denen man sich Busverbindungen und Haltestellenmonitore ansehen kann.

Hier einmal 5 Apps, die ich für das iOS Betriebssystem verglichen habe:

Fahrplan Info (Appealing Apps, €0,79)

Fahrplan Info ist eine kostenpflichtige App, die von einem Drittanbieter erstellt wurde.
Sie bietet Haltestellensuche, Verbindungssuche, Umgebungssuche mit Liste und Karte, Favoriten.

Vorteile: Unabhängig, bundesweit nutzbar für Bus- und europaweit nutzbar für Zugverbindungen
Nachteile: kostenpflichtig, Ist von Anbindung an die Datenbanken abhängig (störanfällig) , kein Haltestellenmonitor, keine Echtzeitsanzeige

moFahr RVM (RVM, kostenlos)

Die moFahr App der RVM ist vom Labor für Software Engineering der Fachhochschule Münster entwickelt worden.
Sie bietet neben Favoriten und Verbindungssuche für Bus und Bahnverbindungen in Deutschland, sowie integrierter Haltestellensuche auch einen Haltestellenmonitor, mit Pünktlichkeitsanzeige.

Vorteile: Pünktlichkeitsanzeige, Haltestellenmonitor, erweiterte Einstellmöglichkeit bei Verbindungssuche, kostenlos
Nachteile: keine Umgebungskarte, keine lokalen Störungungsmeldungen

Handyticket App (VDV, kostenlos)

Die Handyticket App wurd unter anderem von Hansecom entworfen.
Der eigentliche Anwendungszweck ist die elektronische Buchung und Verwendung von Fahrscheinen.
24 Nahverkehrsanbieter aus 14 Verkehrsverbünden/Regionen nehmen an diesem Gemeinschaftsprojekt teil.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die Koordination übernommen.
Neben der Hauptfunktionalität bietet die App aber auch noch die Funktion der Fahrplanauskunft und einen Haltestellenmonitor, mit Abfahrtsanzeige in Minuten.

Vorteile: kostenlos, Haltestellemonitor
Nachteile: Eingangskonfiguration umständlich, Fahrplan nicht Hauptanwendungszweck der App, keine Umgebungskarte, keine Zugverbindungen

DB Navigator App (Deutsche Bahn, kostenlos)

Die DB Navigator App ist von der Bahn hauptsächlich für die Verbindungsauskunft von Bahnverbindungen entwickelt worden. Ebenso enthalten sind aber auch anschliessende Nahverkehrsmittel, wie Busse.

Vorteile: Standortanzeige mit Richtungsanzeige und Entfernung zur nächsten Haltestelle, Favoriten, Streckenplan der Busverbindung mit An-/Abfahrtszeiten, Augmented Reality – Visuelle Darstellung der Haltestellen im Livebild der Kamera, Anzeige der Strecke auf der Karte mit markierten Haltepunkten
Nachteile: Anderer Hauptanwendungszweck, sehr komplexe App – Bedarf an Einarbeitungszeit.

Stadtwerke Münster Fahrplan App (Stadtwerke Münster, kostenlos)


Die Fahrplan Münster App, entwickelt von Mentz Datenverarbeitung GmbH, ist eine reine Fahrplan App, die neben den Fahrplänen für das Stadtgebiet Münster auch den Fernverkehr der Deutschen Bahn anzeigt. Sie zielt auf einfache und schnelle Bedienung

Vorteile: Fahrpreisanzeige, einfache Anwendung, Echtzeit-Infos über aktuelle Störungen und Verspätungen, Umgebungskarte, Favoriten
Nachteile: kein QR-Code Scanner zur Kombination mit den oben angesprochenen QR-Codes an den Haltestellen

Fazit:

Alle Apps haben mehr oder weniger den gleichen Umfang. Drittanbieter Apps haben den Nachteil immer hinter den Datenbankenanbindungen herrennen zu müssen. Bei Änderungen kann der Dienst gut mal ein paar Wochen ausfallen, wie zuletzt bei der Fahrplan Info App.
Über-Apps mit einem sehr hohem Funktionsumfang, wie die App der Bahn, sind nicht einfach zu bedienen und gebrauchen gewisse Einarbeitungszeit. Wenn man schnell eine Auskunft braucht, sind die vielen Bedien- und Auskunftsmöglichkeiten eher hinderlich.
Für Münster ist die Fahrplan App der Stadtwerke nicht nur einfach und schnell zu bedienen, sie überholt die moFahr App auch noch mit dem Punkt der Hinweismöglichkeit von lokalen Störungen im Verkehrsablauf und der Umgebungskarte.
So kann man bei Verspätungen von Linien schon im Vorfeld umplanen und sich den Weg zur Haltestelle sparen.
Neu-Münsteranern und Ortsunkundigen ist die Karte zur Orientierung eine Hilfe.
Eine Kombination mit der Handyticket App zur digitalen Nutzung von Fahrkarten wäre natürlich wünschenswert.
Auch wäre eine lokale Entwicklung, wie bei der moFahr app erfreulich gewesen und hätte die Fachhochschule Münster unterstützt.
Wem letztendlich welche App am besten gefällt, muss man selber herausfinden.
Die Fahrplan MS App der Stadtwerke ist für Münster sicher eine Bereicherung und ein weiterer Ausbau der Serviceleistungen der Stadtwerke Münster.

Orthofotos 2011

Weder Google Street View noch Microsofts Streetside sind derzeit für Münster verfügbar (wir berichteten HIER).

Das Kartenmaterial auf Google Maps und Google Earth ist von 2006 und 2008, auch das Bing Maps Material ist nicht das aktuellste, von den Bing Vogelperspektiv-Aufnahmen einmal abgesehen.

Da kann nun das städtische Vermessungs- und Katasteramt einen Heimpunkt landen, denn sie veröffentlichten nun
Luftbildaufnahmen von März 2011 – immerhin auch schon wieder 9 Monate alt – und stellten sie in 10 cm Orthofotomosaiktechnik, verzerrungsfrei ins Netz und zum Verkauf.

Auf dem offiziellen Stadtplan der Stadt Münster sind die Bilder bereits eingebunden und man kann bis zu einem Massstab von 1:1000 hineinzoomen. Mit den Bildern von 2008 sogar bis 1:500.
So ist auf den aktuellen Bildern der neue Stubengassenplatz zu erkennen, Bauarbeiten am Bahnhof, etc.

Man sollte darauf achten, dass unter dem  Thema Luftbilder, im Dropdown Menu auf der linken Seite, auch die Luftbilder von 2011 ausgewählt sind. Je nach Zoomstufe werden übergreifende Stadtpläne oder Karten über den Luftbildern eingeblendet.

Wie vorher auch schon, können ebenfalls zusätzlich weitere Informationen auf der Karte eingeblendet werden, wie Buslinien, Haltestellen, Parkleitsystem, Infos zu Gesundheits-, Sport-, Kultureinrichtungen, etc.

Luftbilder sind außerdem in gedruckter Variante, je nach Größe zwischen 7 € (Din A4) und 75 € (Din A0) , oder als digitale Variante (1 Quadratkilometer) für 30 € auf CD erhältlich.
Weiterführende Links:

Stadtplan Münster mit Lufbildern 2011
Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Münster
– Preisliste für topographische Karten, städtische Karten und Luftbilder