Der Lorenz lacht

Endlich ist der Sommer da und scheint die verregneten Vorwochen wett machen zu wollen.

Die Sonne brennt diese Tage auf unsere Stadt hernieder und treibt das Thermometer bis auf 30° Celsius und uns den Schweiß auf die Stirn.
Wer sich nicht im Freibad abkühlen kann oder will und vielleicht den Luxus “Klimaanlage” sein Eigen nennt, der kann auf diese Art einen kühlen Kopf bewahren. Doch das hat seinen Preis, denn so eine Anlage verbraucht viel Strom.

Fotovoltaik

Und was liegt bei dieser Sonneneinstrahlung nicht näher, als diesen Strom aus Sonnenenergie zu gewinnen. Fotovoltaik nennt sich das Ganze.
Neben all den anderen Stromgewinnungsarten gehört die Fotovoltaik, also die Gewinnung von Strom aus Solarenergie, zu den regenerativen und umweltfreundlichen Techniken.

Weltrekord

Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie ist nichts neues und spätestens seit Atomausstieg und Energiewende in aller Munde.
So hat Deutschland zu Pfingsten diesen Jahres einen Weltrekord aufgestellt und in der Spitze mit 22.000 Megawatt so viel Strom aus Solarenergie erzeugt, wie es 20 Atomkraftwerke nicht schaffen könnten.

Kein anderes Land auf der Welt kann derzeit so viel Solarenergie produzieren.
Und das war kein Einzelfall.
Am 23. Juni waren es gegen Mittag wieder 21.400 Megawatt, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien, kurz IWR, aus Münster.

Münster wird atomstromfrei

Um auch in Münster die Energiewende umzusetzen, haben sich die Stadtwerke Münster die Strategie 2020 als Ziel gesetzt.
Sie sieht vor, dass die Stadtwerke bis zum Jahr 2020 ihre Kunden autark mit Eigens erzeugtem Strom versorgen kann. Derzeit sind es etwas über 50%.
Und in diesem Rahmen soll der Anteil an erneuerbaren Energien ebenfalls ausgebaut werden.
Von 2% in 2010 soll der Anteil an Ökostrom bis 2020 auf mindestens 20% ansteigen.

Solarstromdaten

35 Anlagen erzeugen hierbei im Stadtbereich Münsters jetzt schon Strom aus Solarenergie.
Aktuelle Erzeugungswerte und Statistiken für die Fotovoltaikanagen haben die Stadtwerke jetzt auf Ihrer Webseite einsehbar gemacht.

Tages-, Wochen-, Monats- oder sogar Jahreskurven können für jede Station, nebst am Vortag produzierter Solarstrom- und eingesparter CO2-Gesamtmenge angezeigt werden.

Gar nicht wenig

Rechnerisch können diese 35 Anlagen in Echtzeit 2,9 Megawatt Strom produzieren. Rechnet man das auf eine Stunde hoch, wäre das mit 2,9 Megawattstunden in etwa so viel wie ein Zwei-Personen Haushalt im ganzen Jahr verbraucht, wobei die tatsächliche Leistung der Anlage natürlich nicht derart konstant ist.
Sie hängt von der Tageszeit, Wetter und Sonneneinstrahlung ab und liegt meist niedriger.

Auf das Jahr gerechnet erzeugt alleine  die größte aller in Münster gebauten Anlagen, auf der Zentralmülldeponie in Coerde, rund 1000 Megawattstunden Strom. Der positive Nebeneffekt: 530.000 Kilo CO2 lassen sich so, ebenfalls alleine hier an diesem Standort, im Jahr einsparen.
Hinzu kommen die Werte der anderen Anlagen, auf Schuldächern und an anderen Standorten.

Und natürlich all die anderen Erzeugungsarten die die Stadtwerke im Portfolio haben, wie Wind- und Wasserenergie sowie konventionelle Kraftwerke.
Beispiel: In 2012 werden die Windenergieanlagen der Stadtwerke Münster rund 60000 Megawattstunden Strom erzeugen.

Eigenverantwortung

Die Energiewende voranzutreiben und den Ausbau regenerativer Energiequellen auch in Münster zu beschleunigen ist aber nicht nur Aufgabe der Versorger, sondern viel mehr auch die Verantwortung der Verbraucher.

Eben nicht die stromfressende Klimaanlage den ganzen Tag laufen zu lassen, Standby-Geräte bei Nichtbenutzung auszuschalten, das Licht nicht den ganzen Tag eingeschaltet zu lassen, alte Energiefresser zu enttarnen und gegen neue, wirtschaftliche und umweltfreundliche austauschen und eben auch sein Verhalten zu überprüfen.
So lässt sich der Verbrauch im Jahr schnell um dutzende bis hunderte Kilowatt Strom und einige hundert Kilo CO2 reduzieren.
Es lohnt beispielsweise ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch im Stadtwerke Cityshop.

Will man den fortschreitenden und immer schneller werdenden Klimawandel aufhalten, so muss jeder Einzelne bald damit anfangen etwas bei sich zu ändern.

Weiterführende Links:

- Klimasparbuch für Münster
- Solarstromdaten der Stadtwerke Münster

Platz 3 beim Bürgerhaushalt 2012

Mit einem stolzen 3. Platz von insgesamt 102 Plätzen bei der Internet-Abstimmung zum Bürgerhaushalt Münster 2012, und immerhin einem 5. Platz in der Gesamtwertung (von 391 abgegebenen Vorschlägen), geht es erhobenen Hauptes mit unserem Vorschlag in die nächste Phase des Bürgerhaushalts.

 

So befindet sich unser Vorschlag zum “Ausstieg der Stadt Münster aus dem alten  ”Preußenstadion”, für den Bau eines neuen Stadions mit Hilfe eines Investors“, mit den anderen 101 bestbewertetstenVorschlägen bereits seit einem Monat in der Dokumentationsphase der Stadtverwaltung, die noch bis zum 9. September andauert.
Wir haben dabei bewusst Werbung für unseren Vorschlag gering gehalten. Lediglich ein Artikel zur teuren Restauration des alten Preußenstadions enthielt den Hinweis auf unseren Beitrag zum Thema Preußenstadion.
Diskussionsbedarf oder Kritikhierzu gab es im Mai in diesem Blog zumindest keinen, wenn über das Thema auch heiss in der Öffentlichkeit geredet wurde. Das spiegelt das Ergebnis des Bürgerentscheid wieder.

Wie geht es weiter?
Vom 19. September bis zum 12. Dezember befassen sich die politischen Gremien in der Beratungsphase mit den Bürgervorschlägen.
Anschliessend folgt die Rechenschaftsphase ab dem 13. Dezember.

Was bedeutet die Rangfolge bei den Abstimmungen zum Bürgerhaushalt?

Absolut nichts im Zusammenhang mit der Umsetzung der Vorschläge.
Die Rangfolge zeigt lediglich das Interesse der teilnehmenden Bürger und Bürgerinnen an einem Vorschlag, in Zusammenhang mit dem Verhältnis aus “Dafür”- und “Dagegen”-Stimmen.
Wie die Gremien darüber entscheiden bleibt abzuwarten.

Noch ist also nichts entschieden und man darf gespannt bleiben.

Option Fußballstadion

In Bezug auf unseren Vorschlag zum Preußenstadion darf man das gewiss sein, da das Stadtplanungsamt diesen Entwurf mitunter auch bei Ihren Präsentationen, wie zuletzt bei der Veranstaltung zum “Masterplan Stadthäfen“, aufgreift und ein “optionales Fußballstadion” an der Nieberdingstraße zeigt.


Wir bleiben bei dem Thema “am Ball” und halten euch auf dem laufenden, sobald es etwas neues gibt.

Wissenschaft, die Wissen schafft

Das Motorschiff MS Jenny hat in Münster den Anker geworfen und präsentiert sich unter dem Namen MS Wissenschaft als Ausstellungsplattform für das Zukunftsprojekt Erde des Bundesministeriums für Bildung & Forschung.

Auch dieses Jahr ist das Motto des Wissenschaftsjahres Programm und so präsentiert sich das Ausstellungsschiff im 10. Jahr seiner Reise als Wissenschaftsschiff in knallblauer Lackierung auf seiner Tour durch 36 Städte Deutschlands.

Vom 13.-15. Juli 2012 gibt es an Münsters Stadthafen I die Gelegenheit sich an Bord über Nachhaltigkeit zu informieren, und Gedanken darüber zu machen wie wir in Zukunft leben wollen, wie wir wirtschaften müssen und dabei unsere Umwelt bewahren können.

Am Sonntag, den 15.07.2012 um 16.00 Uhr gibt es eine Diskussionsveranstaltung zum Thema
“Vom Acker in die Tonne – Was sind uns Lebensmittel wert?”

11 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich als Abfall entsorgt. Wo liegen die Ursachen für die Lebensmittelverschwendung? Wer trägt die Verantwortung und was kann jeder Einzelne tun? Diese und weitere Fragen können beim Dialog an Deck mit den Experten zum Thema diskutiert werden.

Zu Gast sind:

- Prof. Dr. Guido Ritter vom Institut für nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft (iSuN) der Fachhochschule Münster.

- Dipl.-Ing. agr. Ulrich Oskamp, Landwirt und Vorstandsmitglied im landwirtschaftlichen Kreisverband Münster.

- Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, Angewandte Landschaftsökologie/Ökologische Planung am Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster.

- Sabine Lauxe. Stellvertretende Abteilungsleiterin für Verbraucherschutz, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Wissenschaftsjournalistin Monika Seynsche führt durch die Veranstaltung.
Eintritt ist frei. Kommt an Bord und diskutiert mit.

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Weiterführende Links zum Thema:

- Zukunftsprojekt Erde
- MS Wissenschaft
- Webcam an Bord der MS Wissenschaft
- Homepage der Schiffseigner Familie Scheubner – MS “JENNY”