Lasse – das Lastenrad für Münster

Heute wurde es offiziell freigeLASSEn – Das grüne Lastenrad mit dem Namen „Lasse“ steht jetzt für Jedermann in Münster zur Verfügung um seine Einkäufe von A nach B zu transportieren, seinen Umzug zu erledigen, oder welche logistische Herausforderung auch immer zu meistern. Und das völlig kostenlos!

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Der Startschuss für das münstersche Projekt zum „Freien Lastenrad“ fiel bereits am 26. Juni 2015 auf dem Aktionstag der Nachhaltigkeit in Münster, wo das Rad der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und Namensvorschläge gesammelt wurden. Aus einem nachfolgenden Voting ging dann der passende Name „Lasse“ hervor.

Freie Lastenräder gibt es bereits in vielen deutschen Städten – Von Max & Moritz in Augsburg über Kasimir in Köln bis Fienchen in Wuppertal.
Und nun eben auch in Münster.
Der Anspruch des Projekts ist zu demonstrieren, dass ein Lastenrad in vielen Fällen ein Auto ersetzen kann. Die Innenstadt ruhiger, emissionsfreier und entspannter zu machen, wenn viele auf das Auto für die vielen kleinen Transporte und kurzen Wege verzichten und – in anderen Ländern, wie den Niederlanden und Dänemark längst üblich – das Rad nutzen.

Das Lastenrad für Münster ist ein Bullit von Larry vs. Harry, aus Kopenhagen. Auf eine Elektrounterstützung des Antriebs wurde verzichtet. Die 7-Gang Schaltung sollte der hiesigen westfälischen Flachebene gewachsen sein und inklusive Fahrer können 180 Kilo in der Lastenbox transportiert werden. Lasse verfügt über eine hochwertige Anhängerkupplung, sodass man theoretisch noch hinten einen Anhänger mit Kind und Kegel ziehen kann.
Lasse wird vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, dem ADFC Münster, Traix Cycles und Racktime gesponsort, um die Anschaffung des Rades und des Zubehörs, die Beschriftung und die Werbung, wie auch die Webseite zu finanzieren . Denn wie bereits gesagt: Lasse kann kostenlos ausgeliehen werden. Das Projektteam verfolgt keine kommerziellen Interessen mit dem Projekt. Spenden und Projektunterstützer sind natürlich immer gerne gesehen.

Ausleihen einfach und schnell

Das ganze läuft über ein ein Buchungssystem auf der Webseite. In einem einfachen Kalender erkennt man welche Termine noch zur Verfügung stehen. Derzeit kann man Lasse nur ganztägig ausleihen. Findet man einen Termin der einem zusagt, wählt man ihn aus und trägt seine Kontaktdaten ein. Sendet man das Formular ab, ist der Termin vorgemerkt.
Wird der Termin bestätigt, bekommt Ihr per Email einen einmaligen Ausleihcode zugesandt, den man auf dem ebenfalls beigefügten Ausleihformular einträgt, wie auch die Personalausweisnummer und alles zum Ausleihtermin mitbringt.

Zur Zeit steht Lasse an der Radstation in den Münster Arkaden, auf der Königsstraße. Das Rad soll aber später an verschiedene Ausleihstationen rotieren um Lasse bekannter zu machen und zu ermitteln, wo welcher Bedarf besteht.

Wenn Lasse gut angenommen wird und sich herumgesprochen hat, ist durchaus denkbar dass im kommenden Jahr das Projekt ausgeweitet wird und weitere Räder hinzukommen.

Es wäre gut. Für Münster, für die Umwelt, für ein umdenken in der urbanen Mobilität.
Und nun liegt es an euch, Lasse in eurem Umfeld bekannt zu machen – sharing is caring!

Weiterführende Links

Webseite „Lasse – Dein Lastenrad für Münster“ Infos und buchen
Lasse – Münsters Lastenrad auf Facebook

Münster 4 Life Impressionen

Mit einer großen Eröffnung präsentierten die Jungs von Münster 4 Life jetzt erstmalig Ihre phantastischen Werke in Form einer öffentlichen Ausstellung in der Galerie der Raphaelsklinik.

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„Münster 4 Life“ muss man dem Lokalmatador eigentlich nicht mehr erklären. Es ist DIE stetig wachsende und überregional, wenn nicht sogar weltweit bekannte Social Media Marke aus und über Münster, bekannt durch zahlreiche und einzigartige Foto- und Videomedienwerke, Events, Motto-Modeartikel, Sport- Musikvideos und Werbeproduktionen aus unserer Stadt.
Seit Anfang des Monats stellt Münster 4 Life ihre Webseite auch als Medienplattform und Community für alle zur Verfügung, die aus und über Ihre Stadt schreiben und berichten wollen.
Dabei ist die Reichweite beachtlich, die die Macher von Münster 4 Life bislang mit Ihrer grandiosen Arbeit erreicht haben.
Weit über 45.000 Fans folgen auf Facebook, über 8200 auf Instagram und 4000 auf Twitter. Und es werden stetig mehr.

Seien es Sport- oder Musikfans, Begeisterte der atemberaubenden Zeitraffervideos, oder jene Menschen für die „Münster 4 Life“- oder kurz „MS4L“- ein Lebensgefühl geworden ist, dass sie mit unserer lebenswertesten Stadt der Welt verbindet- Münster 4 Life bringt alle unter einen Hut.
Journalist und Autor Ralf Heimann hielt die Laudatio am heutigen Eröffnungssabend und erzählt von der Entstehungsgeschichte von Münster 4 Life und von Jonas Hofmann und Mike Schmitz – die dieses Projekt, bislang stets bescheiden im Hintergrund agierend, antreiben.
Nach einer musikalischen Untermalung von niemand geringerem als  Musikproduzent, Songwriter, Sänger und Komponist Jan Löchel, mit seinem Solo-Projekt JYLLAND, begleitet von Henrik Boehl am Piano, waren die Gäste von Pressesprecher Michael Bührke eingeladen sich die Ausstellungsobjekte bei einem Glas Sekt näher zu betrachten.

Jedermann und Jedefrau kann die Werke noch bis zum 5. September öffentlich in der Raphaelsklinik betrachten. Kein ungewöhnlicher Ort, sondern die  Auseinandersetzung mit Bildern, Skulpturen, Musik oder Literatur soll den Geist anregen, unterhalten, animieren und Horizonte öffnen, so das Krankenhaus selbst über sein Kulturengagement.
Neben beeindruckenden Münster-Motiven werden auch eine Auswahl von Fotos von Reisen durch die europäischen Metropolen Paris, London und Barcelona bei den „Münster 4 Life Impressionen“ gezeigt.
Auf jeden Fall einen Besuch wert, um vor Ort einige Momente innezuhalten und die Energie dieser Fotos einzufangen und das eine oder andere neue Detail in den Fotos zu entdecken.

Wer diese Stimmung bei sich zu Hause haben möchte, kann die Werke wie in der Ausstellung auch, bei der Manufaktur und Galerie „Feine Art“ auf Stoff bringen und rahmen lassen.

Weiterführende Links:

Münster 4 Life Webportal
Feine Art Manufaktur und Galerie
Kulturprogramm der Raphaelsklinik Münster

Asphalt-Frühstück

Zum heutigen 21.6.2015 hatte der Gewerbeverein Wolbeck eingeladen, sich beim gemeinsamen Frühstück in Wolbeck zu treffen um die Bürger zusammenzubringen und mit dieser Veranstaltung dem Stadtteil eine neue Identität zu geben.
Und so war das 1. Wolbecker Asphalt-Frühstück auch ein voller Erfolg, wenn auch die Idee des Bürgerbrunches nicht neu in Münster ist.

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Bereits ab 6 Uhr wurde die Münsterstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt um Tische, Bänke und Deko aufzubauen.
Ab 10 Uhr ging es dann los. Schon vorher kamen viele der Bürger, die einen der Plätze für €5 reserviert hatten und verteilten sich an die Tische.
Oberbürgermeister Lewe hat sich zur Eröffnung des Events eingeladen und lobte die Idee, dass sich die Bürgerinnen und Bürger die Straße zurück holten.
Er würde sich freuen auch im Jahr 2016 ein Asphalt-Frühstück in Wolbeck zu sehen, dass ja definitiv die Attraktivität des Stadtteils steigerte. Über die Sperrung der Münsterstraße brauche sich ja, Dank der neuen Ortsumgehung, auch niemand beschweren, musste Herr Lewe noch mal anmerken.
Dem Oberbürgermeisterwahlkampf geschuldet, gab es noch weitere Versprechen, den Ortskern von Wolbeck in der Zukunft attraktiver machen zu wollen, bevor das Stadtoberhaupt den Bürgern die Tafel wieder überliess und selber zum nächsten Termin eilte.


Bei diesem Picknick „der besonderen Art“ konnte man entweder selber zum Verzehr mitbringen was man wollte, oder aber vorab einen der Picknick-Kisten, Aufschnitt-und Käseplatten, sowie Snack-Becher mit der Tischreservierung buchen. Für Kaffee und – trotz der frühen Stunde- Bier war ebenso gesorgt, wie für Waffeln, Kuchen und Brötchen.
Auch für Unterhaltung war gesorgt. Kinder konnten  in der Kinder-Strasse mit Seifenblasen, Heuballen und sonstigem Spielzeug spielen. Und auf der kleinen Bühne spielten wo Gitarristen und Saxophonisten der Musikschule Wolbeck spielten. Der Damenchor zog es vor direkt vor den Tischen zu spielen und auch die junge Gruppe der Querflötistinnen unterhielt die Gäste.

Petrus meinte es bis zum Nachmittag gut mit den Feiernden. Vormittags schien die Sonne. Ein paar Regentropfen zwischendurch machten den Wolbeckern nichts aus.
Dann war aber auch irgendwann die Zeit des Brunchens vorbei und die Münsterstraße wurde flott von den Helferinnen und Helfern aufgeräumt und wieder für den Verkehr freigegeben, als dann auch stärkere Regen den letzten Spuren des Frühstücks vom Asphalt spülte.

Alles in allem ein gelungener Sonntag in Wolbeck, der trotz vieler anderer Events in Münster an diese Wochenende, wie dem internationalen Flurstücke Festival, dem Kult(ur)picknick „Britnic“ oder dem 24 Stunden Rennen um die Promenade gut besucht war und – wer weiß – zukünftig weitere Nachahmer in anderen Stadtteilen findet.

Die Elektrobusse sind da

Nach der Präsentation des Projektes der Stadtwerke Münster im Februar 2014, sollten sie schon seit letztem Jahr rollen, doch Verzögerungen führten dazu, dass sie erst heute vorgestellt werden konnten – Münsters nagelneue Elektrobusse.
Die ersten, seit der Abschaffung der Oberleitungsbusse vor 47 Jahren. Pünktlich zum heutigen Launchevent, waren alle fünf Fahrzeuge, die sich demnächst auf Münsters Straßen bewegen, angeliefert.

Zero Emission Urban Bus Systems, kurz ZeEUS, nennt sich das EU-Projekt, unter Koordination des Internationalen Verbandes für öffentliches Verkehrswesen (UITP), dass ermöglicht demnächst geräuscharm und völlig ohne Ausstoss von CO2 mit dem Bus durch Münster zu fahren. Zu deutsch übersetzt sich der Name etwa in Nullemissions-Bussystem für Innenstädte. Es hat sich zur Aufgabe gemacht Einsatz und Entwicklung von Antriebssystemen von Elektrobussen in Europa zu fördern und im Anschluss mögliche Standards zu finden.
Münster ist neben London, Stockholm, Paris, Warschau oder Barcelona eine von elf europäischen Städten, in denen mit diesem Projekt innovative Elektrobusse mit unterschiedlichen Antriebs- und Ladesystemen getestet werden. Vier der fünf Busse für Münster sind hierüber gefördert.
Der allererste, bereits in Münster im Test befindliche, Elektrobus wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus dem Verbundprojekt SEB – Schnellladesysteme für Elektrobusse im ÖPNV finanziert. In beiden Projekten sind zahlreiche Projektpartner involviert, die an der Entwicklung von Bussen, Batterien, Ladetechnik und Antriebssystemen, sowie der Datenverarbeitung beteiligt sind.
Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) fördert mit einem Zuschuss den Bau der Haltestellen, da die herkömmlichen münsterschen Haltestellen der Wall AG hierfür nicht verwendet werden können. Insgesamt fliessen rund drei Millionen Euro Förderung für den Bau der Busse und der Ladestationen, sowie die Auswertung der Daten im Testbetrieb, nach Münster. Die Stadtwerke Münster selber investieren ebenfalls noch einmal 1,1 Millionen Euro, die aber ohnehin investiert worden wären, so Stadtwerke Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann.

Heute luden die Stadtwerke Münster also zur offiziellen Vorstellung der Busse auf den Betriebshof. Bei diesem großen Launchevent waren Vertreter aller Projektteams und Herstellerfirmen anwesend und stellten sich und ihren Projektanteil vor. Eine Probefahrt im Elektrobus fand im Anschluss statt, wie auch eine Demonstration des Schnelladevorgangs auf dem Betriebshof.
Oberbürgermeister Lewe zeigte sich begeistert von Technik und Umsetzung des Projektes und fand warme Worte für ein Fortstreben in diese Richtung.
Projektleiter für den Elektrobus, Werner Rohlfs vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen, war sichtlich Stolz über die Umsetzung seines Projektes, an dem er seit 2012 arbeitet, und wurde ebenso mit einem ausführlichen Applaus gefeiert. Ebenso sichtlich zufrieden zeigte sich EU-Projekt Direktor des UITP, Umberto Guida.

Auf der rund 12 Kilometer langen Strecke der Linie 14 pendeln in Münster dann zukünftig fünf Elektro- statt Dieselbusse, zwischen Maikottenweg und Zoo.
Vorerst werden die Elektrobusse auf Einzelfahrten zwischen die herkömmlichen Linienfahrten geschickt. Nach den Sommerferien soll es dann mit dem Dauerbetrieb losgehen, bei dem die Busse in ganzen Tagesschichten eingesetzt werden.
30 Fahrerinnen und Fahrer werden bei den Stadtwerken Münster für den Einsatz auf dem Elektrobus geschult.

Im Gegensatz zum Hybridbus, der seit 2012 bei den Stadtwerken Münster im Einsatz ist, haben die neuen Citea Electric Elektrobusse der Firma VDL keinen Verbrennungsmotor zum aufladen der Batterien unterwegs an Bord, sondern die Batterien werden an den Endhaltestellen im Schnelladeverfahren über das Dach mit Strom versorgt. Auf diese Weise spart man sich den Einbau und ständigen Transport von großen schweren und teuren Batterien, zugunsten von Gewichtsersparnis. Die Batterien finden dort Platz, wo früher einst der Dieselmotor saß. Vom Dach des Wartehäuschens setzt sich auf Knopfdruck des Fahrers vollautomatisch der Ladearm in Bewegung. Gefahr für Fahrgäste besteht aufgrund mehrfacher Sicherungssysteme nicht. So fliesst Strom wirklich erst, wenn der Bus vollständig und korrekt mit der Ladestation verbunden ist, so Eckhard Schläfke, Betriebsleiter des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Münster.
In gut 5-10 Minuten sollen dann die 86 Kilowattstunden fassenden Batterien (Hersteller beim SEB Bus: Hoppecke, bei den ZeEUS Bussen: Lithium Titanat Technologie von Microvast) wieder vollgeladen sein. Ein sehr hoher Ladestrom von 500 kW macht dies möglich. Ein Alleinstellungsmerksmal unter allen ZeEUS Projekten und nur möglich, weil den Stadtwerken Münster als lokaler Energieversorger ebenfalls das Mittelspannung-Stromnetz zur Verfügung steht. Die hierfür ausgeklügelte Technologie wurde vom ISEA Institut der RWTH Aachen entwickelt.
Bis zu drei Ladezyklen können aber im Notfall theoretisch ausgelassen werden, ohne dass dem Bus der Strom ausgeht.

12 Meter lang und 2,5 Meter breit sind die Citea Electric Niederflurbusse des niederländischen Herstellers VDL. Und sie unterscheiden sich kaum in Aussehen und gar nicht im hohen Komfort von den typgleichen Dieselbussen, die ebenfalls in Münster unterwegs sind. Aber sie sind mit 90% Wirkungsgrad wesentlich effizienter, leiser, vibrationsarm und sie belasten die Innenstadt nicht mit Abgasen. Die Schilder „Vergiftungsgefahr“ im Busdepot, könnten also bald der Vergangenheit angehören, scherzte man bei der Präsentation des Projekts.
11 Tonnen Leergewicht, 80 Plätze für Fahrgäste und ein maximales Gesamtgewicht von 19 Tonnen, sind die weiteren technischen Eckdaten. Die einzige Besonderheit, die manchem Fahrgast noch auffallen wird, ist dass die Elektrobusse mit einer Klingel ausgestattet sind, ähnlich den Innenstadtlinien, die auf dem Prinzipalmarkt fahren. Es ist wirklich erstaunlich, einen 12 Meter langen Bus, mit weit mehr als 10 Tonnen fast geräuschlos an einem vorbeifahren zu sehen.

Laden mit Ökostrom

Geladen werden die Busse an den Ladestationen mit grünem Strom, versprechen die Stadtwerke Münster. Im Busdepot wird beispielsweise mit Ökostrom direkt aus den Fotovoltaik Anlagen, die auf den Dächern von Werkstatt und Wagenhalle installiert sind, geladen. Hierzu steht auf dem Gelände zudem ein Energiespeicher zur Verfügung, der bis zu 112 kWh Sonnenenergie zwischenspeichert und zudem als Filter dient, um Spannungsspitzen durch die hohen Ladeströme abzufangen, um das Stromnetz zu schonen.

Die neuen Elektrobusse der Stadtwerke fügen sich somit hervorragend in das Klimakonzept der Stadt Münster ein. Zusammen mit dem derzeit in Arbeit befindlichen Radverkehrskonzept 2025 kann man nur hoffen, dass Münsters Innenstadt sich etwas von der Feinstaub- und Lärmbelastung erholt. Der Verzicht auf das Auto im Stadtverkehr macht Sinn und ist möglich. In den vergangenen Jahren haben die Stadtwerke Münster die Nutzung des ÖPNV mit zahlreichen Projekten stetig attraktiver gemacht. Sei es mit der Leezenbox, der Einführung des bargeldlosen E-Tickets, bis hin zu Faltrad-Abo, Fahrplan Apps und Abfahrtszeiten in Echtzeit. Mit dem 3. Nahverkehrsplan der Stadt Münster soll das Busangebot weiter optimiert werden. Eine dezentrale Ringbuslinie, die nicht mehr über den Bahnhof fährt, ist im Gespräch.

Fazit

Der Busverkehr in Münster ist und bleibt innovativ und attraktiv. Derzeit legen die Münsteranerinnen und Münsteraner 71% aller täglichen Wege im sogenannten Umweltverbund, also mit Bus und Bahn, Rad oder zu Fuß zurück. Das Auto ist unbeliebter Aussenseiter, stinkt und nimmt viel Platz weg. Es hat derzeit aber komischerweise immer noch Bevorzugung bei vielen verkehrsplanerischen Entscheidungen.
Das fahren mit dem Elektrobus macht Spaß. Es ist leise und sauber. Bald schon wird man sich dran gewöhnt haben. Aber leider ist es nur ein Projekt in Münster.
Erst ab 2016 wird der Elektrobus für ein Jahr eine vollständige Demonstrationslinie mit allen fünf Elektrobussen im Dauereinsatz darstellen. Was danach geschieht, ob es weitere Elektrobusse auf anderen Linien geben wird, das steht noch in den Sternen. Vom Kostenfaktor her, sind die Elektrobusse im Betrieb und Wartung jedenfalls rund 50% günstiger als die herkömmlichen Dieselbusse, verrieten uns Alex de Jong, Manager Public Transport bei VDL. Kein Motor, kein Getriebe, keine Betriebsstoffe wie Öl oder Diesel. Lediglich Anschaffung und Aufbau der Ladeinfrastruktur sind derzeit ein Kostenpunkt.
Sieht man aber die Gesamtbilanz und den Umweltfaktor, so auch Oberbürgermeister Lewe beim heutigen Launchevent, ist die Elektromobilität im ÖPNV zukunftsfähig.
Was auch dieses Werbevideo der Stadtwerke-Münster zeigt:

Weiterführende Links:

Blog der Stadtwerke Münster: Elektrobus auf leisen Sohlen unterwegs