Winternebel vorm Verkehrskollaps

Bei meinem heutigen Ausflug nach Gievenbeck sah ich schon in den frühen Nachmittagstunden die Nebelschwaden über den schneebedeckten Feldern aufziehen, die in den Abendstunden bei strengen Minusgraden den einen oder anderen Verkehrsteilnehmer noch frustrieren sollten.


Die Verkehrslage war, wie in den letzten Tagen, auch heute extrem angespannt. Die Stadt sah sich gezwungen am vergangenen Wochenende einen Krisenstab zu bilden und räumt mittlerweile Fehler ein.

Für die heutige Pressekonferenz wurde allerdings extra ein geräumter Prinzipalmarkt präsentiert.

An der Correnstraße wartete man zum Räumen sogar auf den WDR:

There was a problem connecting to Twitter.

There was a problem connecting to Twitter.

Allerdings wissen die Bürger genau was läuft.
Ich habe für meinen Rückweg von Gievenbeck nach Gremmendorf 2 Stunden mit dem Bus gebraucht.
An normalen Wintertagen braucht man 45 Minuten mit dem Fahrrad.
So hart hat uns der Winter hier bislang eigentlich nicht getroffen. Alleinig die Fehlplanung und Unflexibilität der AWM führten zu der jetzt kaum verbesserbaren Situation.

Nachdem sich der Bürgermeister unter Druck sah, fährt jetzt verstärkt der Winterdienst. Aber für Streuaktionen ist es mittlerweile natürlich zu spät.

Was dabei nicht einleuchtet, und es ist bislang eine Woche vergangen, nicht in den Aussenbezirken die 20cm Schnee und Schneematsch geräumt werden um die Fahrbahnen passierbarer zu machen, sondern im Innenstadtbereich 0,5 cm Matsch beiseite geschoben werden.

Man muss kein Profi sein um zu sehen dass hier etwas gewaltig schief läuft.
Sollte es aus Finanzgründen passiert sein, man erinnere sich: im Vorjahr herrschte eine ähnliche Situation mit gleicher Kritik, so war dies am falschen Ende gespart.
Der Einzelhandel hat Verluste zu beklagen.
Aufgrund der Verkehrslage verlief der sonst verkaufsstärkste Adventssamstag wesentlich schwächer als von der Kaufmannschaft eingeplant.
Somit kommt die Retourkutsche an die Stadt in Form von geringeren Einnahmen.

Eigentor?
Es bleibt zu hoffen dass man dieses Mal aus den Fehlern diesen und letzten Jahres lernt.
Aus den umliegenden Kreisen ist nur Kopfschütteln zu vernehmen.
Die Geduld der Bürger ist überstrapaziert.

Ergänzung 21.12.2010:

WDR Mediathek, Sendung von Montag, 20.12.2010
– Eischaos auf Münsters Straßen
– Gesprächsgast im Studio: Der Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe
– u.a.

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