Was für ein Müll!

Nennt mich pedantisch, kleinlich, überheblich oder bekloppt, aber folgende Kritik möchte ich gerne einmal loswerden.
Vielleicht denkt der eine oder andere ja ähnlich.

Bekommt Ihr doch vermutlich auch? Jeden Mittwoch und Sonntag die kostenlosen Zeitschriften, wie kaufen & sparen, Hallo Münster, und dergleichen.

Ich habe mich heute einmal hingesetzt und das gesamte Papieraufkommen, das ich nicht bestellt habe, aber entsorgen muss, einmal gezählt.
Genauer gesagt habe ich jede einzelne Seite gezählt, die mir  da ungewünscht in den Briefkasten geworfen wird, obwohl ich dort einen Aufkleber „Keine Werbung und Wochenblätter“ kleben habe.

Das Ergebnis:
257 Seiten komprimierte Werbung, die mir heute ins Haus flatterten!
Für heute sah das so aus:

Aufgeschlüsselt waren das für diesen Sonntag bei der:

kaufen & sparen
112 Seiten (56 Blatt Papier) bei einer Auflage von 123.056 Stück im Stadtgebiet von Münster.

und bei der Hallo Münster
145 Seiten (73 Blatt Papier) bei einer Auflage von 121.827 im Stadtgebiet von Münster.

Insgesamt also 257 Seiten (129 Blatt Papier) nur heute, in diesem Haushalt.

Multipliziert mit der jeweiligen Auflage der Zeitung sind dies
bei der kaufen & sparen ungefähr
~6.891.136 Blatt Papier (13.782.272 Seiten) im Stadtgebiet, Sonntag für Sonntag.

und bei der Hallo Münster Sonntag ungefähr
~8.893.371 Blatt Papier (17.786.742 Seiten) im Stadtgebiet. Sonntag für Sonntag.

Das sind für diesen und jeden anderen Sonntag jeweils ~15.784.507 Blatt Papier (31.569.014 Seiten) in Münsters Haushalten.
Die Mittwochsausgaben noch nicht einmal dazugerechnet!

Also egal ob jemand diese geballte Ladung Werbung lesen will, sofern man hier überhaupt von lesen sprechen kann, oder nicht – Die Auflage wird gedruckt und verteilt.
Also wird auch der Rohstoff Papier, Druckfarben, Energie für den Druck und die Auslieferung, etc, für diese Menge aufgewendet.

Ironischerweise macht die Hallo Münster heute mit der Schlagzeile
„Was für ein Müll!“ auf:

Den Informationsgehalt dieser Wochenblätter kann man kaum gegenrechnen, da die Inhalte oft unter der Woche schon in Tageszeitungen der Westfälischen Nachrichten vom Aschendorff Verlag und der Münsterschen Zeitung vom Medienhaus Lensing, erschienen sind.
Zumal es diese Informationsinhalte eh schon im World Wide Web  gibt.

Werbung mag ja, sowohl für die werbenden Unternehmen als auch für die Verlage, wichtig sein, aber im 21. Jahrhundert, wo es Apps und Webangebote für alles gibt, finde ich diese nervende und Ressourcenverschwendende Werbeart überflüssig.

Also habe ich eine Eingabe an unseren Bürgermeister gemacht.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr diese weiterreichen und unterstützen würdet, damit wir eine Antwort bekommen.

EDIT 06.04. 2011 Mein Schreiben bei direktzu -> Markus Lewe wurde als Top Beitrag gewertet und befindet sich bereits beim Oberbürgermeister zur Beantwortung.
Vielen Dank für eure Unterstützung!

Zu finden ist diese Anfrage hier:

http://direktzu.stadt-muenster.de/lewe/messages/31943

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