Ab jetzt: hinten rum!

Es bleibt dabei, wie seit Oktober letzten Jahres angekündigt:
Am 15. Januar 2015 schliesst die Haupteingangshalle des alten Hauptbahnhofs an der Bahnhofstraße, aufgrund der Bauarbeiten, endgültig.
Bis März soll dann der verbleibende Rest des alten Gebäudes komplett abgerissen werden. Der Bau des neuen Gebäudes schliesst sich an.

Der Bahnbetrieb findet weiterhin unverändert statt, nur der Zugang zu den Gleisen wird am 15. Januar ab 20:30 Uhr nicht mehr von der Bahnhofstrasse her möglich sein.
Wer dann mit Rad oder zu Fuß aus der Innenstadt kommt, hat dann entweder die Möglichkeit über Wolbecker und Bremer Straße zu den Gleisen zu kommen, oder durch den „Hamburger Tunnel“ der Hamburger Straße.
Beide Strecken wurden schon im vergangenen Jahr auf dieses Ereignis vorbereitet und umgebaut.
So wurde der Radweg auf Wolbecker und Bremer Straße auf die Kfz-Spur verlegt um mehr Platz für Fußwege zu schaffen und einem größeren Verkehrsaufkommen Platz zu bieten.
Eine Kfz-Fahrspur der Wolbecker Straße in Richtung Servatiiplatz ist daher entfallen. Eine Verkehrsinsel in Höhe der Straße Bremer Platz soll ein sicheres queren der Straße ermöglichen.

Der Hamburger Tunnel wurde für den motorisierten Verkehr gesperrt und ist nur noch zu Fuß oder mit dem Rad passierbar. Die ehemalige Fahrbahn wurde auf Höhe des Fuß- und Radwegs angehoben um eine barrierefreie Passage zu ermöglichen. An einen Blindenleitstreifen im Tunnel wurde an der dem Bahnhof zugewandten Seite gedacht, der auch bis zum neuen Servicezentrum an der Bremer Straße führt.  Neben der Ampel an der Windhorststraße steht nun eine zweite Ampel am Berliner Platz zur Verfügung, die sichere Querung von Bus- und Fahrstreifen der Bahnhofstraße für Radler und Fußgänger ermöglicht.

Die Taxen am Bremer Platz warten von nun an ebenfalls auf der Ostseite des Bahnhofs.  Mit ihnen ziehen Reiseauskunft der Bahn, eine Schliessfachanlage, sowie ein Imbiss, der Zeitschriftenhandel und eine Toilettenanlage in temporäre Container, bis Ende 2016 der neue Hauptbahnhof fertiggestellt ist.

Durch das veränderte Verkehrsaufkommen ergeben sich einige Änderungen für die Autofahrer.
Es gilt in der Bremer Straße ab sofort Tempo 30. Parken und Halten auf der Fahrbahn ist verboten. Sämtliche Parkflächen gelten ausschliesslich für Anwohner.
So entfällt auch eine „Kiss & Ride“ Kurzhaltezone, an der Reisende abgesetzt werden konnten. Autofahrer werden gebeten im Parkhaus Bremer Platz zu parken.
Die Radwegbenutzungspflicht für die Bremer Straße wurde aufgehoben. Radler dürfen auf der Straße fahren.

Eine neue Anzeigetafel für Ankunft und Abfahrt der Züge ist bereits im Südtunnel zu den Gleisen an der Ostseite montiert worden, sodass man sie beim Betreten des Bahnhofs bereits einsehen kann.

Die ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. stellt für alte und behinderte Menschen einen Shuttledienst mit einem Caddy bereit, um die Wege von und zum Bahnhof zu erleichtern.
Dieser kann über die kostenpflichtige Telefonnummer 0180 – 6 512 512 (Festnetz 20 Ct/Anruf, Mobilfunk max. 60 Ct/Anruf) angefordert werden.

Foto (c) ISG Bahnhofsviertel e.G.

Foto (c) ISG Bahnhofsviertel e.G.

Fragen zur neuen Verkehrsführung und zum Parken auf der Bremer Straße beantwortet Grit Hecht vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster. Telefonische Erreichbarkeit unter (02 51) 4 92 – 6163.

Weitere Informationen zum Neubau des Hauptbahnhof Münster und den damit verbundenen Änderungen finden sich hier:

Stadt Münster „Ein neues Empfangsgebäude für Münsters Hauptbahnhof“ (Webseite)
Deutsche Bahn „Guck mal: Das wird der neue Hauptbahnhof von Münster! Informationen für Reisende (PDF, 180 Kb)
Anwohnerinfo „Was ändert sich an der Bremer Straße?“ (PDF, 4.690 kB)

Über aktuelle Änderungen und Informationen hält „Münster von Aa bis Zoo“ auch ständig auf Facebook und Twitter auf dem Laufenden.

Münsters erstes Ghost Bike

Münster hat seit Ende Oktober ein Ghost Bike.

Münsters erstes Ghost Bike

An der Kreuzung Wolbecker Straße und Umgehungsstraße steht jetzt das weiß getünchte und mit einer Blume versehene Geisterrad,
als Mahnmal für den am 30.10.2014 bei einem Verkehrsunfall an dieser Stelle getöteten Radfahrer.

Leider haben sich die schweren Unfälle, bei denen Radfahrerinnen und Radfahrer in den letzten Wochen überfahren wurden, gehäuft.
So wurden bei klassischen „Abbiegeunfällen“ seit Ende September eine Frau an der Kreuzung Hansaring und Bremer Straße von einem LKW überfahren.
Der Unfallverursacher schleifte das Rad mehrere hundert Meter mit, bis er endlich stoppte.
Mitte Oktober kam eine junge Frau am Coesfelder Kreuz unter einen LKW und wurde schwer verletzt.
Und Ende Oktober schlussendlich der schwere Unfall, bei dem der 88-jährige Radfahrer vom LKW überrollt wurde und seinen Verletzungen erlag.

Aus diesem Grund hat sich die Critical Mass Gruppe in Münster entschlossen, bei ihrer Ausfahrt am letzten Freitag im Oktober, das Ghost Bike aufzustellen.
Es soll an den Unfall erinnern und mahnen umsichtig miteinander im Straßenverkehr umzugehen.

Auch Stadtvertreter und Ordnungsbehörden sind aufgerufen ein Augenmerk darauf zu legen, damit sich solche Szenen nicht wiederholen.
Gerade an der Wolbecker Straße hatte die Polizei Münster im vergangenen Jahr eine Sicherheits-Aktion gestartet, aber der Unfall mit dem getöteten Radler zeigt,
dass sich schnell wieder der Alltags-Trott mit Hektik, Unachtsamkeit und dergleichen, einschleicht, bis es wieder zu einem Unfall kommt.

Aktion Wolbecker Strasse WolbeckerStrasseII
Es muß auch etwas von Seiten der Stadt passieren, um dem gestiegenen Anteil des Radverkehrs in Münster auch Sicherheit einräumen zu können und nicht nur den motorisierten Verkehr zu priorisieren.
Auch die 125 von einem münsterschen Unternehmen gespendeten Verkehrsspiegel helfen offenbar nicht und stehen ohnehin wegen Bauart und Anbringringun in der Kritik.

Derzeit erarbeitet die Stadt Münster das Radfahrverkehrskonzept 2025. Es bleibt zu hoffen, daß dort genügend für die größte Verkehrsgruppe im münsterschen Verkehr, die Radfahrer, getan wird um zukünfig solche Unfälle zu vermeiden.

Weitere Links zum Thema:

Artikel von Medienbüro Grotjahn zum Ghost Bike in Münster
– Critical Mass Münster

Wohnen und Einkaufen unterm Fernsehturm

Wo unter Münsters Fernsehturm bis vor zwei Jahren noch Niederbeckmanns Garten-Welten und Telekom Liegenschaften Ihr Dasein fristeten, steht jetzt ein neuer Wohnblock mit Eigentumswohnungen vor der Fertigstellung.

Zahlreiche Wohneinheiten sind nicht zwar noch nicht fertig und weit über dem eigentlichen Fertigstellungstermin, der  Anfang diesen Jahres sein sollte, aber das zugehörige Einkaufszentrum startet schon mit seinem Betrieb.

Neue Gebäude und ein neuer großer Parkplatz lassen auch den Netto-Markt, von der kleinen Einkaufspassage parallel zur Wolbecker Straße, in größere moderne Verkaufsräume umziehen und dem großen Edeka Markt nebenan ab dem 17.4.2012 Paroli bieten.
Der Margareten Apotheke geht es genau so, aber auch neue Mieter zieht das neue Einkaufzentrum an.
So hat die Fleischerei Ringhoff Ihren Betrieb schon vor einiger Zeit aufgenommen. Ein Bäcker, ein Pflegedienst und eine Drogerie gesellen sich hinzu.

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