Viel Rummel um den Rummel

Die Diskussion um den Hindenburgplatz Schlossplatz findet kein Ende.
Ganz im Gegenteil.

Der ewig währende Beschuss mit der Debatte um die Namensgebung und eine mögliche Umbenennung des Platzes ist noch voll im Gange, da prescht die Kaufmannschaft Münsters schon los und präsentiert Entwürfe für eine Bebauung des Hindenburgplatzes, inmitten einer neu entbrannten Auseinandersetzung um eine Musikhalle für Münster.

Bereits im November des vergangenen Jahres verkündete die münstersche Kaufmannschaft den Plan in dieser Thematik aktiv zu werden und präsentierte heute drei Entwürfe des Architekturbüros Bolles + Wilson.

Die drei „Strategieskizzen“ sehen neben dem Entwurf einer reinen und schlichten Grünfläche die Alternativen einer Bebauung in Barockgarten-Stil, und etwas spektakulärer, mit einer Wasserfläche vor.

Bei allen drei Vorschlägen, die die Kaufmannschaft gerne breit in der Öffentlichkeit diskutiert sehen will,
steht im Vordergrund eine Tiefgarage mit 600 Stellflächen unter dem Platz, um die Parkplätze zu erhalten .
Veranstaltungen wie der  Send, Reitturnier, „Münster verwöhnt“, Flohmarkt und andere, sollen  unbeeinträchtigt weiter auf dem Hindenburgplatz stattfinden können.
Hierfür wurden in den Vorschlägen 1 & 2 jeweils 42.000 Quadratmeter und im 3. Vorschlag 41.000 Quadratmeter eingeplant.

Hier ein Überblick der Entwürfe:

Szenario 1 – Grüner Platz

   

Szenario 2 – Barockes Münster

   

Szenario 3 – Neue Stadtkante am Wasser

   

Die Vorteile einer Bebauung des Hindenburgplatzes liegen auf der Hand.
Man will die „tote Fläche“ zwischen Domplatz und Schloss schliessen, Wohn- und Geschäftsfläche erschliessen, die Innenstadt Münsters attraktiver gestalten.
Eine Tiefgarage würde den hässlichen Anblick der parkenden Fahrzeuge unter die Erde verlegen und den Blick auf das Schloss angenehmer gestalten.
Ausserdem stünden die Parkpätze so auch bei Veranstaltungen zur Verfügung, was bislang immer ein Problem darstellte.
Die Pläne sollen ohne städtischen Zuschuss umgesetzt werden. Investoren sollen hier einspringen.

Die Entwurfsvorschläge lassen sich in einer PDF Datei des Architekturbüros BOLLES + WILSON herunterladen und ansehen.
Der Download befindet sich HIER

Die Konzepte werden öffentlich in einer Ausstellung am 16. Januar 2012 um 19 Uhr, im Gebäude der Bezirksregierung Münster am Domplatz, vorgestellt.
Noch bis zum 22. Januar können sich Interessierte die Entwürfe dort anschauen.

Wie findet Ihr die Vorschläge? Habt Ihr einen Favoriten? Wollt Ihr lieber alles so belassen, wie bislang?
Oder habt Ihr eine ganz andere Idee?

Vollgepackt

Heute wurde von der Stadt Münster die Veranstaltungsübersicht für die Freiluftveranstaltungen 2011 in Münster veröffentlicht.

Darunter, wie in den Vorjahren, auch die Termine für Eurocityfest, Hafenfest und Co.

Und ebenso wie in den Vorjahren stelle ich fest, dass die großen Veranstaltungen wieder zeitlich sehr nah beieinander liegen.

Ein Auszug:

– Eurocityfest 3.-5. Juni 2011
– Promenadenflohmarkt 18. Juni 2011
– CSD Schwul-lesbisches Strassenfest 18. Juni 2011
– Hafenfest 17.-19. Juni 2011
– Sommersend 23.-27 Juni 2011
– Motorradtage 23.-26. Juni 2011

Das sind sechs große Veranstaltungen (die Größten) innerhalb von nur drei Wochen.

Aus welchen Beweggründen die Termine so nah beieinander gelegt wurden, stand nicht dabei und ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Ofenbar ist er nur auf Gäste aus dem Aus- und Umland ausgelegt

Ich halte diese Planung für ungünstig und empfinde es als Belastung für die Münsteraner.
Zumal die letzten Jahre die Programme für diese Festivitäten immer wieder Mangels Highlights in der Kritik standen und auf der anderen Seite eine Mehrbelastung in Sachen Verkehr, Lärm, etc., mitbringen.

Mein Vorschlag wäre es, diese Termine auf einen längeren Zeitraum zu verteilen. Beispielsweise von Mai bis September.

Somit wäre es auch interessanter für den Münsteraner sich mehrere dieser Festlichkeiten anzusehen, anstelle in kürzester Zeit mit einem Überangebot bombardiert zu werden, dem es auch finanziell nicht einfach ist, nachzukommen.
Kulinarische Genüsse waren in den letzten Jahren nämlich auch jedes Mal erneut ein Höhepunkt – in Sachen Preisgestaltung.

Wie seht Ihr das?

Kulturzentrum F24 extistenziell bedroht

Das F24 ist nicht nur eine Gaststätte oder Kneipe, sondern bietet bereits seit Dekaden in Münster den Platz für ein breites Spektrum an kulturellen und politischen Angeboten, von Konzerten, Lesungen, Improtheater über Vorträge bis hin zu Diskussionsrunden.

Bereits Anfang der ’70er Jahre sollte „die F24“, wie sie liebevoll von ihren Gästen und Nutzern genannt wird,  abgerissen werden.

In einer der längsten Hausbesetzungen der BRD bis 1981  konnte dies verhindert werden, wie dieses Bild dokumentiert:

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