Orthofotos 2011

Weder Google Street View noch Microsofts Streetside sind derzeit für Münster verfügbar (wir berichteten HIER).

Das Kartenmaterial auf Google Maps und Google Earth ist von 2006 und 2008, auch das Bing Maps Material ist nicht das aktuellste, von den Bing Vogelperspektiv-Aufnahmen einmal abgesehen.

Da kann nun das städtische Vermessungs- und Katasteramt einen Heimpunkt landen, denn sie veröffentlichten nun
Luftbildaufnahmen von März 2011 – immerhin auch schon wieder 9 Monate alt – und stellten sie in 10 cm Orthofotomosaiktechnik, verzerrungsfrei ins Netz und zum Verkauf.

Auf dem offiziellen Stadtplan der Stadt Münster sind die Bilder bereits eingebunden und man kann bis zu einem Massstab von 1:1000 hineinzoomen. Mit den Bildern von 2008 sogar bis 1:500.
So ist auf den aktuellen Bildern der neue Stubengassenplatz zu erkennen, Bauarbeiten am Bahnhof, etc.

Man sollte darauf achten, dass unter dem  Thema Luftbilder, im Dropdown Menu auf der linken Seite, auch die Luftbilder von 2011 ausgewählt sind. Je nach Zoomstufe werden übergreifende Stadtpläne oder Karten über den Luftbildern eingeblendet.

Wie vorher auch schon, können ebenfalls zusätzlich weitere Informationen auf der Karte eingeblendet werden, wie Buslinien, Haltestellen, Parkleitsystem, Infos zu Gesundheits-, Sport-, Kultureinrichtungen, etc.

Luftbilder sind außerdem in gedruckter Variante, je nach Größe zwischen 7 € (Din A4) und 75 € (Din A0) , oder als digitale Variante (1 Quadratkilometer) für 30 € auf CD erhältlich.
Weiterführende Links:

Stadtplan Münster mit Lufbildern 2011
Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Münster
– Preisliste für topographische Karten, städtische Karten und Luftbilder

 

Erstmal kein Street View

Gerade erreicht mich über die a+o Ges. f. Kommunikationsberatung mbH die Antwort von Lena Wagner, Pressesprecherin Google Deutschland, auf meine Anfrage über die Zukunft von Street View in Münster.

Am 1. April verlautete eine Rundfunkmeldung eines hiesigen Lokalsenders, dass Google vorerst keine weiteren Street View Bilder veröffentlichen wird.
Ich hielt dies für einen Aprilscherz, aber offenbar bezog sich diese Meldung auf eine alte Ankündigung von Januar.

In der Antwort auf meine E-Mail sehe ich aber die anhaltende Bestätigung:

Zitat Lena Wagner, Pressesprecherin Google Deutschland:

„Wir haben die Fahrten wieder in Deutschland aufgenommen, um Google Maps zu verbessern. Man wird also wieder Fahrzeuge mit Kameras auf dem Dach sehen, wie wir sie für die Erstellung von Street View-Fotos genutzt haben. Die Informationen, die wir mit diesen Fahrten erheben, dienen der Verbesserung von Google Maps. Wir planen derzeit keine weitere Veröffentlichung von Bildern in Street Viewweder in den 20 größten deutschen Städten, für die wir bereits Bildmaterial veröffentlicht haben, noch darüber hinaus.

Schade eigentlich. So gab es auch Bemühungen in der Lokalpolitik dem schlechten Ruf von Street View, wie er in den Medien aufkeimte, entgegen zu wirken.
Allerdings gab es, laut Google, in Deutschland so viele Beschwerden gegen den dreidimensionalen Stadtplan, wie in keinem anderen Land der Welt.

Ich persönlich hoffe ja immer noch auf ein Umdenken zu Street View, denn ich sehe positiven Nutzen in diesem Dienst.
So konnte ich schon via Voice over IP & Street View eine Stadttour im Heimatort einer Freundin aus British Columbia, Kanada machen und bekam so das Lebensumfeld, über 8000km entfernt, am PC erklärt.
Aber auch kommerziell können Street View & Co Vorteile für Unternehmen, beispielsweise aus der Tourismusbranche, bringen.

Derweil man sich noch den Kopf über Street View zerbricht, macht sich mittlerweile auch Konkurrent Microsoft auf, seinen Panoramadienst Bing Maps Streetside in Deutschland an den Start zu bringen.