Münster gegen Pegida

Am heutigen Montag Abend versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 10.000 Menschen vor dem Rathaus in Münster, um gemeinsam ein Zeichen für Freiheit, Gleichheit, Vielfalt und Toleranz zu setzen!

Münster gegen Pegida 22

Grund dieser Demonstration war der immer größer werdende Widerstand gegen die montäglichen Demonstrationen in Dresden, zu denen die Gruppierung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes„, kurz PEgIdA, aufruft und bei denen zuletzt über 17.000 Menschen teilnahmen.
Diese als Islam- und Fremdenfeindlich und teils mit nationalistischer Tendenz eingestuften Demonstrationen riefen einen bundesweit immer größer werdenden Protest hervor und in zahlreichen Städten formierten sich Gegendemonstrationen unter dem Gegenbegriff NoPegida.

Als sich auch ein münsterischer Ableger von Pegida auf Facebook mit dem Namen „MÜNGIDA-Münster gegen die Islamisierung des Abendlandes“ fand, bildete sich rasend schnell ein über 20x so großer Gegenpool unter dem Namen „Münster GEGEN Pegida/MüGIDA„, der nicht nur über die bundesweite NoPegida Bewegung informierte, sondern einer Pegida-Demo in Münster vorgriff, indem man selber vorpreschte und eine Anti-Pegida für den heutigen Tag anmeldete.

Der 22-jährige Initiator Stephan Orth wollte nicht warten, bis sich die bis dato gesichtslose Müngida Gruppierung formiert und auf die Straße begibt.
Demonstrieren gegen Rechts ist in Münster Tradition und so kamen heute auch wieder sehr viele Menschen um diese Stellung zu beziehen.
Vom historischen Rathaus ging es nach einer Auftaktkundgebung gemeinsam in einem Kerzenzug den Prinzipalmarkt entlang, an der Lambertikirche, Spiekerhof und  Überwasserkirche vorbei um über den Spiegelturm Richtung Domplatz zu gelangen.

Dort versammelten sich alle Teilnehmer der Anti-Pegida Demo vor einer Bühne, auf der Musik gespielt wurde. Denn: Obgleich die ersten Demonstranten schon am Domplatz ankamen, waren noch nicht einmal alle am Stadt des Umzuges losgelaufen. Die Polizei verkündet anfänglich 8.000 Teilnehmer, später korrigierte sie auf geschätze 10.000 Teilnehmer bei der NoPegida Veranstaltung in unserer Stadt. Der Domplatz füllte sich, wie man es sonst nur Konzerten kannte.
Unter den dann sprechenden zahlreichen Rednern waren Vertreter der Jüdischen Gemeinde, der Evangelischen und Katholischen Kirche, Münsters Vertreter aus Stadtpolitik und Bund, sowie namhafte Künstler der städtischen Szene. Auch Udo Lindenberg schickte solidarische Grüße und bezog klar Stellung für Freiheit, Gleichheit und Vielfalt.

Insgesamt wurde an diesem Tag wieder ein sehr deutliches Zeichen für Freiheit, Gleichheit, Vielfalt und Toleranz und ein ebenso starkes Signal des Widerstands der Bürgerschaft gegen rechte Tendenzen gesetzt. Das sind die Dinge, die Münster zu einer der lebenswertesten Städte der Welt machen und auf die wir stolz sein können!

Vollgepackt

Heute wurde von der Stadt Münster die Veranstaltungsübersicht für die Freiluftveranstaltungen 2011 in Münster veröffentlicht.

Darunter, wie in den Vorjahren, auch die Termine für Eurocityfest, Hafenfest und Co.

Und ebenso wie in den Vorjahren stelle ich fest, dass die großen Veranstaltungen wieder zeitlich sehr nah beieinander liegen.

Ein Auszug:

– Eurocityfest 3.-5. Juni 2011
– Promenadenflohmarkt 18. Juni 2011
– CSD Schwul-lesbisches Strassenfest 18. Juni 2011
– Hafenfest 17.-19. Juni 2011
– Sommersend 23.-27 Juni 2011
– Motorradtage 23.-26. Juni 2011

Das sind sechs große Veranstaltungen (die Größten) innerhalb von nur drei Wochen.

Aus welchen Beweggründen die Termine so nah beieinander gelegt wurden, stand nicht dabei und ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Ofenbar ist er nur auf Gäste aus dem Aus- und Umland ausgelegt

Ich halte diese Planung für ungünstig und empfinde es als Belastung für die Münsteraner.
Zumal die letzten Jahre die Programme für diese Festivitäten immer wieder Mangels Highlights in der Kritik standen und auf der anderen Seite eine Mehrbelastung in Sachen Verkehr, Lärm, etc., mitbringen.

Mein Vorschlag wäre es, diese Termine auf einen längeren Zeitraum zu verteilen. Beispielsweise von Mai bis September.

Somit wäre es auch interessanter für den Münsteraner sich mehrere dieser Festlichkeiten anzusehen, anstelle in kürzester Zeit mit einem Überangebot bombardiert zu werden, dem es auch finanziell nicht einfach ist, nachzukommen.
Kulinarische Genüsse waren in den letzten Jahren nämlich auch jedes Mal erneut ein Höhepunkt – in Sachen Preisgestaltung.

Wie seht Ihr das?