Kommunalwahl 2014

Es ist vollbracht!
Der Superwahltag ist vorbei und neben der Europawahl stehen auch Ergebnisse zur Kommunalwahl 2014 in Münster ins Haus.
Neun Parteien und ein Einzelkandidat standen auf dem Wahlzettel für den Rat der Stadt Münster.

Bei schönstem Wetter nutzen viele schon die frühen Stunden zum wählen, um danach für den Rest des Tages „frei“ zu haben und sich an Kanal, Aasee oder in den Freibädern der Stadt zu sonnen.
Die Wahlbeteiligung über den ganzen Tag entwickelte sich gut und endete mit einem Plus von 1,4% gegenüber der Kommunalwahl 2009.

Zum Vergleich:

Wahlbeteiligung                       10 Uhr        12 Uhr         16 Uhr        18 Uhr
Kommunalwahl 2014:        5,33%      17,84%      39,85%     59,7%
Kommunalwahl 2009:             4,70%        13,63%         37,60%      58,3%
Kommunalwahl 2004:             4,40%        15,00%         35,60%      59,5%
Kommunalwahl 1999:             8,30%        24,90%         47,20%      65,2%

2 3/4 Stunden nach Auszählungsbeginn um 18 Uhr, stand dann das vorläufige amtliche Endergebnis fest und präsentiert sich wie folgt:

Kräftig verloren haben CDU und FDP in Münster. Größte Gewinner sind SPD und die Linke.
Wie sich die zukünftige Mehrheit im Stadtrat allerdings zusammensetzt, steht aber noch aus und wird in den kommenden Tagen durch die Parteien eruiert.
Neu hinzugekommen ist auf jeden Fall die AfD Münster aus dem Stand mit 2 Sitzen. Die Piraten in Münster konnten einen Sitz hinzugewinnen.
Die kleinen Parteien in Münster werden somit immer mehr zum Zünglein an der Waage, haben alleine aber nach wie vor keine Chance etwas zu bewegen.

Neben der Kommunalwahl wurden in Münster heute auch der Integrationsrat, die Bezirksvertretungen und für die Europawahl gewählt.

Alle Daten ohne Gewähr via Wahlamt der Stadt Münster. Vielen Dank an alle fleissigen Wahlhelferinnen und -helfer an diesem Superwahlsonntag!
Ebenso gilt der Dank an alle Wählerinnen und Wähler, die sich mit ihrer Stimme aktiv an der Gestaltung der Politiklandschaft in und für Münster und Europa beteiligt haben.
Ich hoffe auf eine konstruktive Zusammensetzung des Stadtrates für die kommenden fünf Jahre,
mit der es keine Blockaden sondern Entscheidungen gibt, die Münster nach vorne bringen.

Weiterführende Links:
Alle Wahlergebnisse 2014 Kommunalwahl, Bezirksvertretungen, Integrationsrat und Europawahl , für Münster

Abschalten!

Anhaltender Regen hielt die rund 1200 Menschen am heutigen bundesweiten 2. Fukushima-Jahrestag nicht davon ab, vor der Urananreicherungsanlage in Gronau für die sofortige Stillegung der Anlage zu demonstrieren.

Bei weiteren bundesweiten Demonstrationen, wie zum Beispiel nahe des AKW Gundremmingen waren es ca. 3500 und am AKW Neckarwestheim in Baden-Württemberg rund 3000 Teilnehmer.
Anlass des Aktionstages ist der sich am 11. März zum zweiten Mal jährende Tag der Atomkatastrophe von Fukushima, die auf den verheerenden Tsunami nach einem Erdbeben der Stärke 9 vor der japanischen Ostküste folgte.

Aus dem selben Anlass fanden sich gut 20.000 Demonstranten an über 200 Aktionspunkten in einem virtuellen Sperrradius  von 60 Kilometern um das AKW Grohnde in Niedersachsen zusammen.

Doch zurück ins Münsterland.
Es gibt einen Verbindung zwischen der Urananreicherungsanlage in Gronau und Münster.
Und die führt über Schienen.
So fuhren alleine in 2011 rund 8637 Tonnen des hochgiftigen, hochaggressiven und radioaktiven Uranhexafluorids in Uranzügen durch Münster, von und zur Urananreicherungsanlage von Urenco in Gronau.
Hinzu kommen 687 Urantransporte per LKW, so die Antwort auf die kleine Anfrage der Piratenfraktion im Nordrhein-Westfälischen Landtag.

Uranzüge durch Münster in 2011  Urantransporte 2010/2011

Grund genug sich an den Protesten gegen die Anlage in Gronau zu beteiligen und deren sofortigen Stillstand zu fordern.

Ähnliches gilt für die Brennelementefertigungsanlage in Lingen, deren Entfernung im Katastrophenfall auch nur einen Windstoß von Münster entfernt liegt.

Atomausstieg bedeutet nicht nur die Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen, sondern auch die Urananreicherungsanlage und Brennstabfertigung zu stoppen.

Wenn es erst einmal einen Unfall gegeben hat, ist es zu spät.
Deswegen gilt jetzt und sofort: Abschalten!

Hier noch eine Fotostrecke von der heutigen Demonstration zum Fukushima Jahrestag in Gronau:

Wie geht es weiter?
– Mahnwachen zum Jahrestag der japanischen Katastrophe und Gedenken an die Opfer des Erdbebens und des Tsunami, am 11. März 2013
– Proteste am Tschernobyl-Jahrestag, 21. April 2013

Weiterführende Links:

Fukushima Jahrestag
SofA Münster
Bürgerinitiative Ahaus
AKU Gronau
ausgestrahlt

Anti-ACTA Demo in Münster

Am heutigen 11. Februar 2012 demonstrierten nach einem europaweitem Aufruf auch in Münster zahlreiche Menschen gegen das am 26. Januar von der EU unterzeichnete „Anti Counterfeiting Trade Agreement“, kurz ACTA.

„ACTA ist ein weiterer Schritt, an den Vorstellungen eines nicht mehr zeitgemäßen Urheberrechts festzuhalten und versucht einseitig die Interessen der Verwertungsindustrie gegen Privatpersonen mit allen Mitteln durchzusetzen, statt an einvernehmlichen Lösungen und Geschäftsmodellen zu arbeiten. Weder Urheber die Konsumenten wurden als Verhandlungspartner einbezogen“, kritisieren viele Parteien und Organisationen. „Alleine die geheimen Verhandlungen seien schon Grund genug, ACTA abzulehnen“, verlauteten viele Teilnehmer. Eine Kontrolle des neu zu gründenden ACTA-Ausschusses sei nahezu unmöglich.

Proteste gegen dieses Abkommen fanden, mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern alleine in Deutschland, am heutigen Tage auch in vielen anderen europäischen Städten statt.
Über die sozialen Netzwerke Twitter, Facebook, sowie über die Webseiten mancher Parteien wurde zur Teilnahme an den Demonstrationen aufgerufen.
Schliesslich fanden in Münster über 1000 Personen von Jung bis Alt den Weg zum Protestmarsch und zogen über Salzstraße und Prinzipalmarkt durch die Fußgängerzonen, vorbei an verdutzten Passanten, von denen vielen der Begriff ‚ACTA‘ erschreckenderweise nichts sagte und die mit Informationsblättern auf den aktuellen Stand gebracht wurden.

Mit Kundgebungen am Occupy Münster Zelt vor dem Iduna Hochhaus am Servatiiplatz, am Ludgerikreisverkehr vor dem Stadthaus und mit Endkundgebung zurück am Occupy Münster Zelt, machten die Demonstrationsteilnehmer Ihre Position nach dem Umzug durch die Fussgängerzonen der Innenstadt deutlich.

Obwohl Deutschland erst gestern verkündete, das Abkommen vorerst nicht zu unterzeichnen, zweifelten nahezu alle Teilnehmer der bundesweiten Demonstrationen am vollständigen Stopp von ACTA und bestärkten Ihren Zweifel mit dem Protest auch in unserer Stadt.

Wenn einer eine Reise tut…

…dann kann er was erleben.

Genau das kann auch der Schwede Johan Lundström sagen,
der heute am münsterschen Stadthafen einen Zwischenstopp auf seiner Reise einlegte.

Johan Lundström in Münster

Johan Lundström in Münster

Das Besondere an Johan’s Reise ist, ….. (weiter im Text und Bilder, bitte weiter klicken)

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