50 Jahre Gelenkbusse in Münster

Herzlichen Glückwunsch den Stadtwerken Münster zu „50 Jahren Gelenkbusse in Münster“!

Im November 1954 verabschiedete sich die letzte Straßenbahn aus Münster, mit einer damaligen Fahrstrecke von nur acht Kilometern.
Nur sieben Jahre später, 1961, gibt es in Münster schon 20 Buslinien mit einem Liniennetz von 188 Kilometern und 78 Bussen.
Am 16.1.1962, also heute vor genau 50 Jahren, präsentierten die Stadtwerke Münster Ihre ersten drei Gelenkbusse der Öffentlichkeit als Ausbau des Nahverkehrs.

Copyright: Omnibusverein.de

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Heute betreibt man selber 116 Busse in Münster, davon sind 100 Gelenkbusse. Und immer weitere kommen dazu, wie das Unternehmen zum Beispiel im sozialen Netzwerk Twitter mitteilt:

There was a problem connecting to Twitter.

Copyright: Stadtwerke Münster

Copyright: Stadtwerke Münster, 2012

Wurden vor einem halben Jahrhundert 24 Millionen Fahrgäste im Jahr in unserer Stadt in Bussen befördert, sind es heute über 32 Millionen.

Bis 2020 möchten die Stadtwerke Münster den Anteil des Busverkehrs im Straßenverkehr sogar auf 12 % ausbauen.

Und wie damals der Gelenkbus als Innovation galt, gibt es auch heute Versuche den Buslinienverkehr in Münster zu optimieren und zu erweitern.
Bereits 2002 unternahm man Kurztests mit sogenannten Busanhängern.
Im letzten Jahr erfolgte ein weiterer, ausführlicherer Versuch mit Busanhängern um dem Thema „volle Busse“ zu begegnen, dass sich trotz kurzen Taktzeiten, immer häufiger in Stoßzeiten ereignet.

Wir dürfen uns also auch in Zukunft über Innovationen bei der Fahrzeugtechnik freuen.
Demnächt eventuell auch alternative Antriebe, wie Wasserstoff & Co., der Umwelt zuliebe?

ÖPNV 2.0

Am 9. Januar 2012 bekommen die neuen Busfahrpläne im Stadtgebiet Münster Gültigkeit.

Pünktlich zu Beginn warten die Stadtwerke Münster mit zwei zusätzlichen, kostenlosen Serviceleistungen auf.

– Fast alle Haltestellen im Stadtgebiet sind bei der Fahrplanumstellung mit QR-Codes ausgerüstet worden, mit Hilfe derer man, unter Zuhilfenahme eines aktuellen Smartphones mit entsprechender Software, die aktuellen Echtzeit-Ab- und Anfahrtszeiten im Internet abrufen kann. So ein Code sieht dann ungefähr so aus:

Somit ist ein Haltestellenmonitor immer mobil abrufbar, schon bereits bevor man überhaupt an der entsprechenden Haltestelle ist, denn eine Haltestellensuche ist in der Webapp integriert.

– Zum anderen stellen die Stadtwerke für die beiden meist verbreitetsten Handybetriebsysteme, iOS und Android, kostenlose Apps zur Verfügung, mit denen man eine Verbindungsabfrage stets mobil dabei hat.

Doch es gibt auch Apps anderer Anbieter, mit denen man sich Busverbindungen und Haltestellenmonitore ansehen kann.

Hier einmal 5 Apps, die ich für das iOS Betriebssystem verglichen habe:

Fahrplan Info (Appealing Apps, €0,79)

Fahrplan Info ist eine kostenpflichtige App, die von einem Drittanbieter erstellt wurde.
Sie bietet Haltestellensuche, Verbindungssuche, Umgebungssuche mit Liste und Karte, Favoriten.

Vorteile: Unabhängig, bundesweit nutzbar für Bus- und europaweit nutzbar für Zugverbindungen
Nachteile: kostenpflichtig, Ist von Anbindung an die Datenbanken abhängig (störanfällig) , kein Haltestellenmonitor, keine Echtzeitsanzeige

moFahr RVM (RVM, kostenlos)

Die moFahr App der RVM ist vom Labor für Software Engineering der Fachhochschule Münster entwickelt worden.
Sie bietet neben Favoriten und Verbindungssuche für Bus und Bahnverbindungen in Deutschland, sowie integrierter Haltestellensuche auch einen Haltestellenmonitor, mit Pünktlichkeitsanzeige.

Vorteile: Pünktlichkeitsanzeige, Haltestellenmonitor, erweiterte Einstellmöglichkeit bei Verbindungssuche, kostenlos
Nachteile: keine Umgebungskarte, keine lokalen Störungungsmeldungen

Handyticket App (VDV, kostenlos)

Die Handyticket App wurd unter anderem von Hansecom entworfen.
Der eigentliche Anwendungszweck ist die elektronische Buchung und Verwendung von Fahrscheinen.
24 Nahverkehrsanbieter aus 14 Verkehrsverbünden/Regionen nehmen an diesem Gemeinschaftsprojekt teil.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die Koordination übernommen.
Neben der Hauptfunktionalität bietet die App aber auch noch die Funktion der Fahrplanauskunft und einen Haltestellenmonitor, mit Abfahrtsanzeige in Minuten.

Vorteile: kostenlos, Haltestellemonitor
Nachteile: Eingangskonfiguration umständlich, Fahrplan nicht Hauptanwendungszweck der App, keine Umgebungskarte, keine Zugverbindungen

DB Navigator App (Deutsche Bahn, kostenlos)

Die DB Navigator App ist von der Bahn hauptsächlich für die Verbindungsauskunft von Bahnverbindungen entwickelt worden. Ebenso enthalten sind aber auch anschliessende Nahverkehrsmittel, wie Busse.

Vorteile: Standortanzeige mit Richtungsanzeige und Entfernung zur nächsten Haltestelle, Favoriten, Streckenplan der Busverbindung mit An-/Abfahrtszeiten, Augmented Reality – Visuelle Darstellung der Haltestellen im Livebild der Kamera, Anzeige der Strecke auf der Karte mit markierten Haltepunkten
Nachteile: Anderer Hauptanwendungszweck, sehr komplexe App – Bedarf an Einarbeitungszeit.

Stadtwerke Münster Fahrplan App (Stadtwerke Münster, kostenlos)


Die Fahrplan Münster App, entwickelt von Mentz Datenverarbeitung GmbH, ist eine reine Fahrplan App, die neben den Fahrplänen für das Stadtgebiet Münster auch den Fernverkehr der Deutschen Bahn anzeigt. Sie zielt auf einfache und schnelle Bedienung

Vorteile: Fahrpreisanzeige, einfache Anwendung, Echtzeit-Infos über aktuelle Störungen und Verspätungen, Umgebungskarte, Favoriten
Nachteile: kein QR-Code Scanner zur Kombination mit den oben angesprochenen QR-Codes an den Haltestellen

Fazit:

Alle Apps haben mehr oder weniger den gleichen Umfang. Drittanbieter Apps haben den Nachteil immer hinter den Datenbankenanbindungen herrennen zu müssen. Bei Änderungen kann der Dienst gut mal ein paar Wochen ausfallen, wie zuletzt bei der Fahrplan Info App.
Über-Apps mit einem sehr hohem Funktionsumfang, wie die App der Bahn, sind nicht einfach zu bedienen und gebrauchen gewisse Einarbeitungszeit. Wenn man schnell eine Auskunft braucht, sind die vielen Bedien- und Auskunftsmöglichkeiten eher hinderlich.
Für Münster ist die Fahrplan App der Stadtwerke nicht nur einfach und schnell zu bedienen, sie überholt die moFahr App auch noch mit dem Punkt der Hinweismöglichkeit von lokalen Störungen im Verkehrsablauf und der Umgebungskarte.
So kann man bei Verspätungen von Linien schon im Vorfeld umplanen und sich den Weg zur Haltestelle sparen.
Neu-Münsteranern und Ortsunkundigen ist die Karte zur Orientierung eine Hilfe.
Eine Kombination mit der Handyticket App zur digitalen Nutzung von Fahrkarten wäre natürlich wünschenswert.
Auch wäre eine lokale Entwicklung, wie bei der moFahr app erfreulich gewesen und hätte die Fachhochschule Münster unterstützt.
Wem letztendlich welche App am besten gefällt, muss man selber herausfinden.
Die Fahrplan MS App der Stadtwerke ist für Münster sicher eine Bereicherung und ein weiterer Ausbau der Serviceleistungen der Stadtwerke Münster.