Ende der GeldKarte

Die genossenschaftlichen Banken in Deutschland haben bereits Ende des vergangenen Jahres beschlossen aus dem System GeldKarte auszusteigen.

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So haben auch in Münster Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Bank, PSD-Bank, Darlehnskasse Münster und weitere genossenschaftlichen Banken bereits zum 1.1.2015 eine neue Bankkarte ohne GeldKarte Funktion erhalten, oder bekommen bei Verlust oder Auslaufen der aktuellen Karte bis spätestens Ende 2017 eine neue Bankkarte ohne GeldKarte Funktion.

Der Grund für den Ausstieg ist nach Angabe der Genossenschaftbanken die geringe Akzeptanz bei den Kunden. Demnach habe der Durchschnittskunde nur rund 3-4 Euro mit der bargeldlosen GeldKarte Funktion umgesetzt, weshalb sich das Angebot dieser Funktion nicht mehr rechnete.

Wer also noch eine Bankkarte mit Geldkartenfunktion sein Eigen nennt, sollte darauf achten noch vorhandenes Guthaben von seinem Chip wieder auf sein Konto zu buchen.
Ansonsten wäre der Betrag nach Erhalt einer neuen Bankkarte weg.
Wer sich nicht sicher ist ob Er oder Sie vom Wegfall dieser Funktion betroffen ist, sollte Rücksprache mit seinem Bankinstitut halten.

Während oben genannte Geldinstitute auch auf den Nachfolger GiroGo verzichten, führen auch die hiesigen Sparkassen das auf dem NFC-Chip basierende System auf ihren Karten ein.
Es ist aber bereits wegen fehlender Sicherheitsmerkmale in der Kritik.

Weiterführende Links:

– Vereinigte Volksbank Münster eG: Rückzug aus dem System GeldKarte
– Darlehenskasse Münster eG: Entfall der Geldkartenfunktion auf der VR-BankCard
PSD Bank: Infos zur BankCard und Ende der Geldkartenfunktion
Sparkasse Münsterland Ost: Infos zu girogo
Infoseite zur GeldKarte

Das eTicket kommt

Ab August starten die Stadtwerke-Münster die Testphase für das (((eTicket, dem elektronischen Fahrschein für den Busverkehr in Münster.

Das buchen eines Tickets auf dem Handy, am Automaten, oder die Suche nach einer Vorverkaufsstelle entfallen dann für die Nutzer.
Auch brauch man keine Angst mehr vor Kleingeldzählerei beim Fahrer zu haben.
Denkbare Zahlungsmöglichkeiten beim eTicket könnten, ähnlich wie beim Handyticket, Lastschrift- oder Prepaidverfahren sein.
Hierzu gab es noch keine offizielle Ankündigung.

Mit der (((eTicket Chipkarte im Checkkartenformat, die offenbar mit der PlusCard kombiniert wird, kann der Kunde dann direkt im Bus ohne warten und langer Suche im Tarifdschungel, seine Fahrt lösen. Einfach ans Terminal halten, buchen, hinsetzen.
Der Fahrer kann sich auf seine Hauptaufgabe, die Fahrgastbeförderung, konzentrieren. Verspätungen durch Ticketverkauf beim Fahrer werden weiter minimiert.

Bild: (c) Stadtwerke Münster

Bild: (c) Stadtwerke Münster

Dabei währt sich der Kunde immer auf der sicheren Seite, denn es soll automatisch der günstigste Tarif gewählt werden.

Wie das genau ausschaut, wurde noch nicht klar. Denkbar ist die Möglichkeit nach monatlicher Auswertung die Fahrten tarifoptimiert abzurechnen.
Beispielsweise bei mehr als vier Fahrten ein 4er-Tarif, bei bei mehr als zehn Fahrten ein Zehnertarif oder bei Fahrten, die die Kosten eines Monatstickets überschreiten, automatisch jenes zu berechnen. Details werden abzuwarten sein.

Das durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe mit 1,4 Millionen Euro geförderte Projekt soll auch Vorbildfunktion für den ÖPNV über Münster hinaus werden.
Die rund 250 (((eTicket Terminals für alleine fast 400.000 Euro werden von der Systemtechnik GmbH aus Sömmerda geliefert, montiert und in Betrieb genommen, sowie die Bedienung geschult.
Ein Datenbanksystem daß die Daten der eTicket Terminals verschlüsselt überträgt und bearbeitet sowie für die Abrechnung bereitstellt, läuft im Hintergrund.

Noch bis zum 7. Juli können sich eingeladene Stadtwerke-Münster PlusCard Kunden registrieren.
Rund 1000 Kunden werden dann ausgelost und bekommen daraufhin das Paket mit Ihrer (((eTicket Chipkarte und weiteren Informationen zugesandt.

Dann heisst es einen Monat lang Testfahrer spielen und den Service im Ernstfall zu testen.
Wer im Anschluss den Dienst bewertet und den Testbericht ausfüllt, darf als Dank einen weiteren Monat gratis Bus fahren.

Sollten keine größeren Probleme auftreten und kleine Kinderkrankheiten ausgemerzt sein, wird das eTicket dann bald für die Allgemeinheit zugänglich gemacht.
Bis Herbst könnte nach der Testphase der Startschuss für die offizielle Einführung des eTicket in Münster fallen.
Warten wir es ab.