Scherben? Kein Glück.

Wer das Sprichwort „Scherben bringen Glück“ ins Leben gerufen hat,
den hat, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nicht in einem halben Jahr
vier Mal ein Plattfuss am Fahrrad ereilt.

Heute hatte ich dieses „glückliche Jubiläum“ und bin ziemlich sauer darüber.
Bereits zum vierten Mal innerhalb eines halben Jahres habe ich jetzt einen Platten,


der durch Scherben verursacht wurde.
Sicherlich ein unglücklicher Zufall. Aber ein unnötiger!

Da ich handwerklich nicht ungeschickt bin, konnte ich den Schaden jeweils schnell reparieren.
Kein Problem ansich, aber ich denke dass muß überhaupt nicht sein.
Irgendwann nervt es dann doch und es kostet auch Zeit und Geld.

Wer, und vorallem warum schmeisst jemand Glasflaschen auf die Strasse? Warum werden
die überhaupt mitgeführt?
Sicherlich kann aus dem Einkaufskorb mal ein gläsernes Behältnis herunterfallen,
oder sonstwie etwas kaputt gehen, was Splitter hinterlässt.
Mir fällt aber auf, dass insbesondere vor Veranstaltungsörtlichkeiten und Freizeitangeboten
oft hohe Konzentrationen an Scherben liegen. Und diese mit hoher Regelmässigkeit
nach Wochenenden, Feiertagen oder Veranstaltungen.
Offenbar ist es heute zur Gewohnheit geworden zu einer Veranstaltung oder einfach nur
so „aus Langeweile“ alkoholische Getränke in Glasflaschen mitzubringen.
Irgendwann werden die natürlich als störend empfunden und zurückgelassen wo man gerade steht.

Seien es die Bushaltestellen an der Halle Münsterland, vor dem Go!Parc und den Cineplex Kinos,
auch am Bahnhof, Bült und am Kanal.
Überall an diesen und weiteren Orten sieht man häufig Scherben auf der Erde, meist wenn es zu spät ist,
und sich dadurch einen Plattfuss am Rad zugezogen hat.
Sekt-, bier-, oder Schnappsflaschen die kippelig auf Mülleimern oder Bushaltestellenbänken zurück gelassen werden,
werden irgendwann vom Wind oder im Hochmut von anderen Menschen heruntergeworfen.
Es ist doch einfach zu verführerisch im betrunkenen Kopf eine wild herumstehende Glasflasche
mit so einem lustigen klirrenden Geräusch zu zerstören. Vorallem in der Gruppe fühlt man sich
dann als Held.
Es kommt auch vor, dass diese Gegenstände dann mutwillig in Fensterscheiben
oder gegen Autos geworfen werden.
Nehmt die Dinger doch einfach garnicht erst mit.
Wenn ihr ohne Alkohol schon keinen Spaß haben könnt, dann trinkt ihn wenigstens zuhause
und lasst die Flaschen da.

Denkt auch morgen, am 1. Mai daran.
Nehmt euren Müll wieder mit oder entsorgt ihn im nächsten Mülleimer!
Danke.

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7 Responses to Scherben? Kein Glück.

  1. tkisnat says:

    Wir sollten die Kassenbons der neuen Fahrradschläuche aufheben und z.B denjenigen in Rechnung stellen, die die Scherben Tagelang liegenlassen.
    Stadtreinigung, Kneipenbesitzer etc.
    Vorm Cineplex, sowie Hansaring Bahnhofstraße sind GANZ schlimm!!

  2. viola says:

    @jp: aber auf den glasflaschen ist doch auch pfand; ich vermute eher, daß es die getränke, die da durch die gegend getragen/geworfen werden, nicht in PET-flaschen oder dosen gibt.

    • jp says:

      Dosen zerbrechen aber nicht! Und Dosen liegen nicht rum. Nur die Spirituosenflaschen völlig ohne Pfand und die niedrig-bepfandeten Bierflaschen.

  3. jp says:

    Das ist einer der Nachteile des Dosenpfands. Gestern beim Lauf um die Promenade sah es auch wieder arg aus.

  4. Monasterium says:

    Bislang hab ich mich gesträubt 25 Euro für einen pannensichereren Mantel auszugeben.
    Das wären bei zwei Rädern schon gleich 100 Euro.

    Vielleicht muss ich in den sauren Apfel beissen.
    Leider verhindert dass die Ursache nicht.
    Aber da sehe ich auch keinen untotalitären Ansatzpunkt.

    Glasflaschenfreie Innenstädte, oder Verbot von Alkohol, wie es in Münster schon diskutiert wurde, kann nicht so einfach umgesetzt werden können.

  5. viola says:

    yep, das ist in der tat echt öde. in der innenstadt, z.b. rund um den bült, ist es v.a. montags und donnerstags morgens immer ein slalom um die scherben …

  6. Itodito says:

    Ich empfehle an dieser Stelle den „unplattbar“ Mantel, den ich auch schon seit einigen Monaten auf meinem Hinterrad aufgezogen habe.
    Er hat eine besonders dicke Lauffläche, die sogar ganze Reisnägel komplett aufnehmen und nicht zum Schlauch durchlassen.

    Den hohen Anschafffungspreis hat man da schnell wieder raus…

    Man sollte nur immer darauf achten, das ma immer genug Luft auf dem Schlauch hat…wenig Druck beschädigt den Mantel.

    Bekommen habe ich meinen in der „Spreiche“ an der Hammer Strasse, ganz vorn am Kreisverkehr

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