Nicht die Wurst vom Teller…

….gucken lassen!

Google ist erneut mit seinen Street View Fahrzeugen für April und Mai in Münster eingeteilt.
Dabei werden die Strassenzüge mit 360° Kameras erfasst und die Bilder
vermutlich ab Ende des Jahres über die Google Projekte öffentlich einsehbar.

Vermutlich haben einige von euch die dunklen Opel Astras, die von Google für dieses Projekt
geleast und mit den hohen Kameragestellen umgerüstet wurden, schon Ende des letzten Jahres
in Münsters Stadtvierteln gesehen.

Der Winter führte aber zu einer Zwangspause, da Google versucht die Qualität der Bilder
hoch zu halten und die automatisch erstellten Aufnahmen so attraktiv für die
spätere Benutzung wie möglich zu machen.

Wie allerdings erst kürzlich bekannt wurde, zeichnet Google Street View dabei auch
MAC Adressen und SSID von WLAN-Netzwerken auf.
Diese Daten sollen Ende des Jahres erstmals, zusätzlich zum Street View Bildermaterial
Deutschlands, abrufbar gemacht werden.

Durch die Medien- und Politiklandschaft wappte eine Welle der Empörung.
Google selber sieht sich nicht in einer Schuldposition.

Es bleibt jedem selbst freigestellt, die gesammelten Daten
Google für seine Zwecke zu überlassen.
Man kann alternativ SSID und Standorte von WLAN Sendeantennen verändern,
sollte man meinen sie wären zu exponiert gewesen.
Diese Maßnahmen hätte man sich natürlich vorher schon überlegen sollen,
denn wenn Google diese Daten sammeln konnte, waren sie auch für jeden anderen empfangbar.
Auch für den Nachbar, nebenan.
Einen Verstoß von Google sehe ich persönlich daher nicht, denn es wurde kein Datenverkehr
aufgezeichnet und Passwörter der Netzwerke werden ebenfalls nicht veröffentlicht werden.

Wer sich jedoch weiterhin empfindlich in seiner Privatsphäre gestört fühlt, der hat
die Möglichkeit direkt bei Google Einspruch gegen die Verwendung der Daten einzulegen.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kurz BMELV,
empfiehlt einen Widerspruch einzulegen und gibt dem Bürger einen Musterwiderspruch
zum Herunterladen in den Formaten DOC, RTF, PDF und ODT unter DIESEM Link an die Hand.

Allerdings ist dort der Widerspruch gegen die Verwendung der WLAN Kenndaten noch nicht enthalten,
den man gegebenenfalls ergänzen müsste.

Google selber informiert auf seinen Seiten ausführlich zum Thema
„Datenschutz und rechtliche Fragen“ unter DIESEM Link.

Selber konnte ich eine positive Erfahrung mit Google Street View machen, da ich eines Tages
mit einer Freundin in Kanada voipte und wir gleichzeitig auf Google Street View ansehen konnte
in welcher Umgebung sie wohnte. Sie nannte mir die Strassennamen und ich „fuhr“ auf Street View
die Strassen entlang, obwohl ich fast 8000 km entfernt war.
Sie konnte mir ihren Wohnort und ihre Arbeitsstelle zeigen, etc.
Ein netter Spaß, auch um sich seinen Urlaubsort vor oder nach der Reise einmal anzusehen,
oder um die Gegend eines Wohnungsangebotes vor dem Umzug auszubaldowern.

Ich bin gespannt, wie es mit Google Street View in Deutschland weitergeht.

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One Response to Nicht die Wurst vom Teller…

  1. Itodito says:

    Ich finde Google Street View spitze…

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