Leck geschlagen

Am Mittwoch, den 13.04.2010 kam es zu einer spannenden Situation auf dem
Dortmund-Ems Kanal in Münster, zwischen Hafen und der Kanalbrücke Albersloher Weg.

Ein tschechisches Frachtschiff rammte nach Ausfall der Ruderanlage die Spundwand
des Kanals und schlug Leck.
Der Kapitän steuerte anschliessend das Schiff an die Seite des Kanals und legte an.

Die in unmittelbarer Nähe befindliche Feuerwache II
rückte aus um das eindringende Wasser abzupumpen.

Diese Maßnahme erfolgte aber nur solange, bis das entsprechende Schott abgedichtet war.
Dieses liess man anschliessend fluten und man wartet nun auf eine Spezialfirma,
die den Schaden vor Ort schweißen kann.

Zur Zeit des Zwischenfalls passierten viele Schiffe zwar ungehindert die
Unglücksstelle, aber sollte die Stelle gesperrt werden müssen,
so würde sich der Schiffsverkehr schnell gestaut haben.
Zumal genau gegenüber der Anlegestelle des leckgeschlagenen Frachters
eine Verladestelle liegt, die auch belegt sein konnte.
In diesem Fall hätten keine zwei entgegenkommenden
Schiffe die Stelle passieren können.
Folgendes Video verdeutlicht die Enge ganz gut.
Der Kanal ist an dieser Stelle ca. 48 Meter breit:

Alles in allem ist die Sache glücklicherweise glimpflich verlaufen.
Es traten auch keine Umweltgifte und Betriebsstoffe aus.

Dennoch haben die Befürworter der ohnehin anstehenden Kanalverbreiterung,
sicherlich ein Argument mehr auf Ihrer Seite.

Hier eine Bilderstrecke mit Bildern vom heutigen Geschehen:

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EDIT: Das Leck konnte noch am selben Tag abgedichtet werden.
Das Wasser im Schott kann jetzt abgepumpt werden und wird
entsorgt, da es verunreinigt ist.
Der entstandene Schaden an der Kanalbefestigung beträgt ca. 30.000 €

Die lokale Presse berichtete ausführlich über den Vorfall.

HIER zum Artikel der Münsterschen Zeitung

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2 Responses to Leck geschlagen

  1. el-flojo says:

    Ja, ich vermiss es auch!

  2. Markus says:

    Na da ist ja gut was los, in meinem alten Viertel… Hach war das schön da!

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