Es war einmal…

Am 25. und 26. August 2012 war in Gievenbecks Stadtteil-Treffpunkt im Auenviertel, zu Kunst und Kultur einer längst vergangenen Epoche eingeladen.

Der Verein Kunst & Kultur Gievenbeck e. V. als Organisator präsentierte an diesem Wochenende den 1. Gievenbecker Mittelaltermarkt, bei dem es sich auch Oberbürgermeister Markus Lewe nicht nehmen lies, die Veranstaltung einzuläuten. Bei der Vorbereitung und Durchführung im Vorfeld half ein Großteil des Stadtteils.

   

Für ein paar wenige Taler Eintritt wurden …

…Groß und Klein alte Handwerkskünste und Bräuche vorgeführt, wie auch stilechte Ritterkämpfe und -lager bei denen sich die Teilnehmer in mittelalterlichen Gewändern präsentierten und für Atmosphäre sorgten.

Während man drinnen im La Vie Handwerkskünste wie Weberei, Spinnerei, Filzerei oder Seidenmalerei begutachten konnte, hatten die Jüngsten die Gelegenheit selber Papier zu schöpfen oder die mittelalterliche Schrift zu erlernen.

   
   

Draussen präsentierten sich echte Greifvögel, Hühner und sogar Wensleydale Longwool Schafe, die gemütlich in Ihrem Gehege ruhten und von den Kindern hautnah betrachtet wurden. Auf einem Lagerfeuer nebenan brodelt Wolle in einem Topf, die frisch und original mit natürlichen Stoffen eingefärbt wurde.

 

   

Verschiedene Musikgruppen, sorgten von vertrauten Chorgesängen bis hin zu zeitgenössischer Musik mit ungewohnten „Schlagwerken, Pustesachen, Säcken und Gesang“ für Stimmung von der Bühne.

 

Für Speis und Trank war ebenfalls gesorgt. Mit Gegrilltem, Gebackenem, Waffeln und dergleichen konnte man an Ständen für „Feldbeckereyen“ seinen Appetit stillen.

 

Die Met-Stände sorgten mit antialkoholischen und alkoholischen Kaltgetränken gegen den Durst. Aber auch heisser Kaffee sorgte vor allem am etwas verregneten kalten Sonntag für Aufwärmung bei den Besuchern.

Schwertkampf

Zweifelsohne waren die Vorführungen der Westfälischen Turniergesellschaft eins der Highlights  des Mittelaltermarkts, bei denen die Mitglieder sich in voller Rüstung in der Arena vor dem Publikum einen Schwertkampf lieferten.
Dabei kommt es der Gruppe darauf an, ihren ernsthaft betriebenen und immer weiter Verbreitung findenden Vollkontakt-Kampfsport zu präsentieren.

   
   

Hier wird zwar mit voller Kraft, aber nicht wahllos mit dem Schwert aufeinander eingeschlagen. In den zeitlich begrenzten Rundenkämpfen entscheiden die Punkte nach Treffern.

Die Rüstungen sind Originalen aus der Epoche des 14 Jahrhunderts nachempfunden und wiegen über 25 Kilo.
Seine angepasste Rüstung zusammenzustellen kostet nicht nur viel Geld, sondern braucht auch seine Zeit, da es hier keinen Standardmarkt für Rüstungen gibt. Entweder findet man ein gebrauchtes Teil oder lässt sich eines anfertigen.

Wer wollte, durfte sich einmal einen Helm aufsetzen und an sich demonstrieren lassen, wie es sich anfühlt ein paar Hiebe mit dem Schwert abzubekommen.

  

Mit fast 3 Kilo Gewicht des Helmes und der eingeschränkten Sicht, zusammen mit dem Rest der Rüstung, ein anstrengender Sport.

Wer dem rohen Sport nichts abgewinnen konnte, liess sich im Zauberwald,  an der Puppenspielerbühne, beim Bogenschiessen oder beim Geschichtenerzähler die Zeit vertreiben.

   

  

Fazit

Trotz vieler anderer Veranstaltungen am selben Wochenende und trotz des gemischten Wetters am Sonntag war der 1. Gievenbecker Mittelaltermarkt ein Erfolg, was am vielfältigen Programm, den zahlreichen Unterstellmöglicheiten und der Kurzweile lag, die aufgrund der mühevoll in Szene gesetzten Örtlichkeit entstand.
Hoffen wir, dass es auch im  kommenden Jahr eine Fortsetzung gibt und es dann wieder heisst „Es war einmal…“, beim Gievenbecker Mittelaltermarkt.

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