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Konversion: Erste Wettbewerbsergebnisse

Die Konversion der ehemals britischen Militärliegenschaften im Stadtgebiet schreitet voran.
Aa bis Zoo begleitet seit Anbeginn den Prozess der Konversion, also Umnutzung der militärischen Flächen in zivil genutztes Geländes, am Standort der York Kaserne in Gremmendorf und hat aktiv am Perspektivplan in der Arbeitsgruppe „Zentrum und Vielfalt“ mitgearbeitet.

Nach der Vorstellung dieses Perspektivplans hat der Stadtrat im November diesen als Vorlage für einen „städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb“ freigegeben und zur Bedingung gemacht.
An diesem Wettbewerb, der in zwei Stufen geteilt ist, nahmen 13 Architektur- und Stadtplanungsbüros teil, die von der Stadt aufgefordert wurden städtebauliche Entwürfe für das 50 Hektar große Gremmendorfer Gelände zu erarbeiten.

Einladung

Am gestrigen Abend lud die Stadt zur Ergebnispräsentation der ersten Hälfte des Wettbewerbs, durch die es nach Auswertung einer Jury vier Büros mit Ihren Entwürfen geschafft haben.
Die Besonderheit hier – und das hat die Stadt von Anfang an immer wieder betont – ist die Beteiligung der Bürgerschaft.
So ist in diesem Wettbewerb jetzt die Anonymität aufgehoben und bei der Veranstaltung in den Räumlichkeiten von Westfalenfleiss am Kesslerweg präsentierten die vier Büros Ihre Entwürfe nicht nur den zahlreich anwesenden Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch den Planern aus den weiteren Wettbewerbteams.

Drei Stunden lang stellten die Teams von
ASTOC GmbH & Co. KG in ARGE mit Davids | Terfrüchte + Partner (Köln)
– Ortner & Ortner Baukunst (Wien/Köln)
– Lorenzen Architekten GmbH in ARGE mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten und ARGUS Stadt-/Verkehrsplanung (Berlin/Kopenhagen)
und
farwick + grote architekten BDA stadtplaner in ARGE mit Club L94 Landschaftsarchitekten (Ahaus/Dortmund)
die von ihnen erarbeiteten Entwürfe vor und sich im Anschluss den kritischen Fragen und Hinweisen der Bürger.

Die vier Konzepte kamen mit unterschiedlichen Ansätzen einer Realisation, die jetzt im nächsten Schritt, nach der Anregung der Bürger und mit neuen und engeren Vorgaben durch Jury & Stadtverwaltung, verfeinert werden müssen.
Aus der dann folgenden Bewertung geht eine Rangfolge der Projekte mit den Plätzen eins bis vier hervor. Diese „Preisgerichtssitzung 2. Stufe“ mit anschließender Ausstellung ist für Mai/Juni 2014 vorgesehen.

Von den vier in der Endausscheidung befindlichen Arbeiten, wie auch von den nicht weitergekommenen Entwürfen können sich die Bürger noch bis einschließlich zum 7. März in der Glashalle des Stadthauses 3 am Albersloher Weg 33 überzeugen. Dort sind Pläne und Stellungnahmen der Büros ausgestellt und während der Öffnungszeit des Stadthauses einzusehen.

Aa bis Zoo bleibt natürlich am Ball, wenn der Gewinner der 2. Phase bekanntgegeben wird. Mehr dazu dann hier im Blog.

Weiterführende Informationen:

PDF Dateien der noch im Wettbewerb befindlichen Projekte des städtebaulichen Wettbewerbs York-Kaserne, Phase 1, zum herunterladen:

– Ausschreibung städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb „Entwicklung der York-Kaserne“ (PDF, 5.120 kB)

– Entwurf ASTOC (PDF, 1.800 kB)
– Entwurf Farwick + Grote (PDF, 2.300 kB)
– Entwurf Lorenzen (PDF, 2.400 kB)
– Entwurf Ortner und Ortner (PDF, 1.000 kB)

Konversionsworkshop „Orientierung“

Vom frühen Samstag Vormittag bis zum späten Nachmittag setzten sich rund 100 Münsteranerinnen und Münsteraner mit Experten von Stadt und externen Projektteams zusammen um sich in vier Gruppen mit der Zukunft der ehemaligen York-Kaserne in Gremmendorf zu befassen, die seit letztem Jahr leer steht.

Nach dem Auftaktforum „Impulse“ am 22. November 2012 konnten sich interessierte Bürger für vier Workshops anmelden, die sich mit der Konversionsplanung in vier Themenbereichen beschäftigen sollen.
Das geschah offenbar mit regem Interesse, sodass die verfügbaren Plätze sogar noch einmal nachnominiert wurden um allen Interessenten, die größtenteils aus Gremmendorf, wie auch teilweise aus dem übrigen Stadtgebiet kommen, einen Platz zuweisen zu können.

Mit einer Ortsbesichtigung begann der Tag um 9 Uhr , bei der sich die vier Gruppen mit Ihren Projektleitern das ehemalige Kasernengelände unter dem jeweiligen Aspekt Ihres Gruppenthemas anschauten.
Während die einen sich die vorhandene Infrastruktur ansahen, schwärmten andere in die Grünflächen aus und wieder andere schauten sich die Verbindung zum vorhandenen Stadtteil und Verkehrswege an.
Im Anschluss an die Begehung, fand man sich in den Räumen der Westfalenfleiss GmbH ein um voneinander getrennt die Gruppenarbeit zu beginnen.

Team 1 unter Leitung der Projektplanung von Jörg Faltin, dem Städtebauexperte von Faltin+Sattler aus Düsseldorf widmete sich dem Thema Stadtgestalt & Wohnen.
Wie kann das vorhandene Gelände genutzt werden, wie kann dort später das Wohnen und Leben aussehen, welche Flächen sind sinnvoll, wie kann eine Verknüpfung mit dem jetzigen Stadtbild erfolgen, waren Dinge mit dem sich das Team ebenso auseinander setzte, wie mit dem Erhalt des alten Baumbestandes auf dem Areal.

Das zweite Team Freiraum & Naherholung, unter der Leitung von Thomas Fenner, dem Freiraumexperten der FSWLA Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf, schaute sich das vorhandene Gelände an, um mögliche Naherholungs- und Freiräume in dem 50 Hektar großen Areal zu finden und sinnvoll einzubinden. Ebenso galt es Wege zu vorhandenen Erholungsgebieten im Stadtgebiet deutlich zu machen und Wege zu schaffen. Kanal, Werse und Waldgebiete in der Umgebung waren ein Augenmerk.

Die Aufgabe vom dritten Team, Zentrum & Vielfalt, dass von Einzelhandelsexperte Dr. Haensch von der CIMA GmbH aus Köln geleitet wurde, war es eine Nahversorgung mit Einzelhandel unter Berücksichtung der jetzigen vorhandenen Struktur auf das ehemalige Militärgelände zu bringen ohne einen lebenswerten Charakter des Konversionsgeländes zu zerstören. Daneben wurde ermittelt welchen Bedarf es noch in dem entstehenden neuen Gebiet geben wird, Stadtteil- &, Gemeindeleben, Ärzteversorgung, Veranstaltungsräume sollen zusätzlich eine Vielfalt abdecken und die verschiedenen Altersgruppen verbinden.

Mobilität & Vernetzung war das Thema der vierten Gruppe rund um Dr. Kloppe, Verkehrsexperte von Lindschulte & Kloppe Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf.
Wie kann das vorhandene Stadtviertel mit dem hinzukommenden Areal der York Kaserne zusammengeführt werden, wie kann der Albersloher Weg als Barriere überwunden werden und die existierende Einkaufsmeile entlang des Albersloher Weges integriert werden.

Aber auch nördlich, südlich und westlich will eine Verbindung mit den jetzigen Wohn- und Gewerbegebieten geschaffen werden. Auch hier gab es konstruktiven Ideenaustausch und Planungsansätze in der Gruppe.


In der Gruppenarbeit, die von einer kommunikativen Mittagspause unterbrochen war, herrschte ein reger Austausch und kontroverse Diskussionen und letzten Endes wurde zu Papier getragen worauf man sich in den Gruppen verständigen konnte.
Die vielen Bewohnergruppen der Stadt und auch ehemaliges britisches Militärpersonal, dass Münster treu geblieben ist, konnte Ihre Erfahrungen einbringen um Bedürfnisse und Anforderungen zu formulieren, die bei der Konversion eine große Rolle spielen. Durch ein gemischtes Generationenverhältnis in den Gruppen wurde auch hier ein breites Spektrum an Ideen und Zielen berücksichtigt.

Die Ergebnisse der Gruppen wurden einander abschliessend vorgetragen und erstaunlicherweise waren trotz Gruppenaufteilung viele Aspekte in den verschiedenen Gruppen ähnlich.
So fanden sich gruppenübergreifend oftmals gleiche Ansätze von Verkehrsanbindungen Anklang und auch Schaffung von Räumen für Stadtteilleben, Erholung und Nahversorgung sowie die Schaffung eines Marktplatzes und die Erhaltung einiger alter Gebäude und insbesondere der alten Offiziersmesse waren in den unterschiedlichen Konzepten ähnlich wiederzufinden.
Begrifflichkeiten wie „York-Platz“ und „Englischer Garten“ fanden den Weg in die Abschlussvorstellung.
Auch war man mehrheitlich der Meinung dass ein Stadtbereichsversorgungszentrum eher im Norden anzusiedeln wäre, während Leben und Wohnen sich eher um den alten Exerzierplatz konzentrieren solle.
Dieser wird wohl in seiner jetzigen Größe keine Zukunft haben und sich Raum mit anderem teilen müssen.
Konkrete Ergebnisse gibt es aber nicht, denn man muss den ganzen Prozess zusammenhängend sehen, in denen die Öffentlichkeit in den Foren wiederum Einfluss hat und auch die Stadt Ihre Planungshoheitlichen Ziele umgesetzt sehen will.

Die jetzigen Ausarbeitungen werden zusammengeführt und demnächst als Dokumentation online gestellt werden.
Am 14. März werden im 2. Forum unter dem Titel „Ideen“ diese Ausarbeitungen der Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Kurz darauf, am 16. März fliessen diese Diskussionsergebnisse im 2. ganztägigen Workshop mit dem Titel „Konkretisierung“, in dem auch städtebauliche Planungsziele für die Empfehlungskommission formuliert werden müssen, in die vier Gruppen ein.

Das abschliessende 3. Forum mit dem Titel „Perspektive“, findet dann nach der fachlichen Ausarbeitung der Projektbüros und der Stadtplanung am 22. Mai, wieder  in den Räumen der Westfalenfleiss GmbH, für die Öffenlichkeit statt. Die Abendveranstaltung bietet der Bürgerschaft und der Empfehlungskommission wiederum Gelegenheiten zum Austausch mit den Workshop-Teilnehmern und Moderatoren.

Weiterführende Links:

Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung & Verkehrsplanung
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Satellitenbilder aktualisiert

Das wurde aber auch Zeit!
Nach fünf Jahren hat Google endlich die Satellitenbilder von Münster in Google Earth und auch auf Google Maps aktualisiert.

Die Bilder vom 15. April 2010 wurden auf den Stand vom 2. August 2015 gebracht.
So sieht man jetzt deutlich die Bahnhofsbaustelle, das neue LWL Museum für Kunst und Kultur oder die abgerissene Schillerstraßen Brücke.

Nicht ganz so deutlich, aber doch erkennbar ist der  radikale Kahlschlag der Bäume entlang der Umgehungsstraße an der Wolbecker Straße und auch die neue Wohnbebauung um den Fernsehturm ist dort erkennbar.

Schaut man genauer hin, so entdeckt man, dass nun fast gar keine Sendeantenne mehr auf dem Funkturm steht. Wird das höchste Bauwerk Münsters nach 30 Jahren bald abgerissen?

Der Sportplatz an der Schmittingheide weicht einem neuen Wohngebiet. Und deutlich zu sehen ist der Wegzug der Britischen Streitkräfte aus der York und Oxford Kaserne.

Der Wandel des Stadthafen I zeichnet sich ebenfalls deutlich auf den neuen Aufnahmen ab. Der umgebaute Flechtheimspeicher und die Hafenkäserei sind gut auf der Südseite zu erkennen.

Weitere Nachweise für den rasanten Wandel, die starke Nachverdichtung der Stadt und das schnelle Wachstum finden sich beim Neubau der Ortsumgehung Wolbeck. Auch der Ortkern von Gremmendorf bleibt nicht unverschont.


Das Gewerbegebiet Loddenheide hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Viele alte und neue Unternehmen haben sich hier angesiedelt, wie auch die Oberfinanzdirektion ihren Standort an den Albersloher Weg verlagert und an der alten Adresse Platz für eine neue Gesamtschule machen wird.
Wie bunt die neue Boeselburg ist, sieht man selbst aus dem All. Das neue Studentenwohnheim fällt deutlich auf den Bildern auf.

Und was fand hier auf dem Schlossplatz statt?
schlossplatz

Habt Ihr noch weitere gravierende Veränderungen im Stadtbild erkannt?
Schreibt sie doch unten in die Kommentare!

Die neuen Satellitenbilder sind ohne zutun in der Fotoansicht von GoogleMaps oder aber in Google Earth zu finden.

Weiterführende Links:

Google Earth
Münster auf Google Maps

2015 – Das Jahr der Herausforderungen

Frohes Neues Jahr!

Ich hoffe Ihr habt alle gesund und munter den Jahreswechsel vollbracht, denn 2015 wird ein Jahr der Herausforderungen. Für uns und für unsere Stadt.

Foto: Presseamt Münster / Bernhard Fischer

Foto: Presseamt Münster / Bernhard Fischer

Seit kurzem sind wir 300.000 Einwohner und die Zahl steigt, was bedrückend auf den ohnehin schlechten Wohnungsmarkt wirkt.
Bezahlbarer Wohnraum fehlt und zusätzlich werden der Stadt derzeit rund 150 Flüchtlinge pro Monat zugeteilt, obwohl es an Einrichtungen auch hierfür mangelt. Die gesamte Stadt verfügt aktuell nur über 495 Plätze (Stand 01/2015) und ist hier völlig überfordert.
Die Bürgerschaft streitet parallel blind und zeitraubend über geeignete Standorte für neue Flüchtlingsheime und Justizvollzugsanstalten, Bau von Verkehrsstationen, Umgehungsstraßen und Anbindungen, Lärmschutzwände, Stadtfeste, Kulturerbe-Feiern, Kirchentage, Schwimmbäder, Eishallen, Nutzung von Festsälen, Fußballstadien, Bau von neuen Hochhäusern und über Wertstofftonnen.

All das ist anstrengend, zermürmend, kostet Zeit und Geld und es führt zu nichts.
Ich wünsche mir für 2015, dass ein mancher seine Belange nicht vor die vieler anderer stellt.
„Flüchtlingsheim ja, JVA ja, aber nicht bei mir vor der Tür“, funktioniert nicht. Genau sowenig bringt ein ewiger Rechtsstreit gegen eine Ortsumgehung etwas, die einen persönlich stört aber die einen ganzen Stadtteil und seine Bewohner entlastet. Etwas weniger Egoismus, mehr denken für die Gemeinschaft, sollte Vorsatz nicht nur für 2015 sein.
Schliesslich leben wir alle gemeinsam in dieser Stadt, auf die wir stolz sind und immer als „lebenswert“ hoch halten, auch wenn dieser Titel einmalig vor über 10 Jahren vergeben wurde.

Und da kommen wir auf einen Punkt, bei dem wir in 2015 mit Sicherheit das eine oder andere Mal Münster nicht mehr als „lebenswerteste Stadt der Welt“ bezeichnen werden.
Baustellen.
Davon wird es in 2015 und auch in den folgenden Jahren sehr viele und vor allem große geben.
Da wäre zum einen der Bahnhofsneubau. Bis Ende 2016 werden wir uns damit abfinden, Umwege, Schmutz und Lärm in Kauf nehmen müssen.
Am Ende aber können wir aber wieder mit gehobenem Haupt Reisende in dieser Stadt empfangen und müssen uns nicht für das in die Jahre gekommene alte und hässliche Gebäude schämen.

Dann kommt ein Bauprojekt in Gang, dass der Stadt ein schönes Naherholungsziel nimmt.
Die Rede ist von der Kanalerweiterung und der damit verbundene Bau aller Brücken entlang der Strecke.
Auch hier werden Umwege, Schmutz und Dreck das Bild prägen. Viele Jogger, Spaziergänger und Radler, die den Kanal tagtäglich nutzen, werden die schöne grüne und autofreie Strecke gegen ein Bild von Baufahrzeugen und -schiffen und umgewühltem Grün tauschen müssen. 5 Jahre soll sich das Projekt von Süd nach Nord durch die Stadt pflügen.
Viele rechnen jetzt schon mit einem wesentlich längeren Zeitraum.

Und dann sind da noch die vielen kleineren Bauvorhaben, wie zum Beispiel das Stadthaus 1. Die dringende Sanierung lässt auch hier bereits seit Jahren auf sich warten.
Auf der Südseite des Stadthafen I wird derzeit ebenso viel gebaut. Der Flechtheimspeicher wird in ein Büro- und Atelierhaus umgebaut und nebenan wächst gerade eine Schaukäserei in die Höhe.
Die ehemalige „B-Seite“ des Hafens wandelt endlich ihr Schmuddelimage. Nebenan verbaut die PSD-Bank den Blick auf die alte Feuerwache.
Eishalle. In diesem Jahr läuft die letzte Saison. Abriss und Wohnbebauung könnten dann dort ebenso losgehen, wie auf dem ehemaligen TÜV-Gelände an der Steinfurter Straße Ecke York-Ring.
Hinzu kommen zahlreiche weitere Bebauungs und Verdichtungsvorhaben im gesamten Stadtgebiet.
Hafencenter und Konversion der ehemaligen Britischen Kasernen und Soldatenwohnungen in Gremmendorf und Gievenbeck lassen auf sich warten.
Die Gewerbestandorte an der  Loddenheide werden erweitert.
Nach dem Umzug der Oberfinanzdirektion an den Albersloher Weg steht der Abriss der alten OFD an der Andreas Hofer Straße an, um Platz für eine Gesamtschule zu machen.
Die Stadt Münster ist ein Flickenteppich an Bebauungsplänen, der den Münsteranern und Münsteranerinnen, sowie Besuchern und Gästen der Stadt, einiges abverlangen wird.

Bebauung in Münster

Und gleichzeitig muss sich die Stadtplanung langfristige Gedanken über Hochwasserschutz und Verkehr machen, damit Münster nicht erneut absäuft, oder am Verkehrsinfarkt stirbt.
Bei letzterem arbeitet man bereits an einem Radfahrkonzept 2025, dass Ende des Jahres stehen soll. Innovative Projekte sollen Münster wieder zum Titel Klima- und Fahrradhauptstadt verhelfen, ohne dass dieser Titel nur auf die bloße Anzahl der Räder in Münster zurückzuführen ist.
Hier wird der motorisierte Verkehr auf Dauer zurückstecken müssen, aber es gibt gute Alternativen. Bereits 70% der Münsteraner legen ihre täglichen Strecken mit Fahrrad, Bus oder zu Fuß zurück.
An manchen Stellen ist Münster baulich und verkehrstechnisch bereits an seine Grenzen gekommen und dennoch weiter wird die Stadt weiter verdichtet.
Das Stadtbild verändert sich und das macht es rasant. Das muß es auch um überleben und sich im Wettbewerb behaupten zu können.
Das bedeutet aber eben, dass wir so manche Bauphase akzeptieren müssen, auch wenn das eine nicht sonderlich lebenswerte Phase nach sich zieht.

Danach jedoch -und das hat sich schon so manches mal nach anfänglicher Kritik an Bauprojekten in Münster gezeigt- lichten sich die Wolken und bevor man sich vergucken kann, haben sich die Bürger schon mit der neuen Situation abgefunden und in das neue Stadtbild verliebt. Die Stubengasse ist hier ein sehr gutes Beispiel.

2015, das Jahr mit dem viele Herausforderungen in Münster beginnen. Und das Jahr der Oberbürgermeister-Wahl.
Hier werden wir ganz genau darauf hören müssen, was luftige und populistische Versprechen und was ernsthafte, realistische Ansagen im Wahlkampf sein werden.
Nicht vergessen darf man nämlich, dass die Stadt Münster gerade erst einen Rekordhaushalt verabschiedet hat und einen Turm an Schulden vor sich her trägt.
Aber Stagnation und endlose Diskussion sind auch keine Lösung, wenn es in der kommenden Zeit so viel anzupacken gilt.

Aa-Zoo.de hält wie immer ein Auge drauf, was in unserer Stadt geschieht und wünscht allen Leserinnen und Lesern ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2015!